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AMD schreibt tiefrote Zahlen

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Chiphersteller AMD hatte auch im ersten Quartal 2007 mit fallenden Preisen, sinkenden Absatzzahlen und der besser aufgestellten Konkurrenz von Intel zu kämpfen. Das Unternehmen landete im ersten Jahresabschnitt mit einem Nettoergebnis von minus 611 Millionen US-Dollar tief in der Verlustzone. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres hatte AMD noch einen Gewinn von 185 Millionen US-Dollar verbuchen können. Der Umsatz sank im Vergleich um 7,4 Prozent von 1,33 Milliarden auf 1,23 Milliarden US-Dollar. Pro Aktie fiel ein Verlust von 1,11 US-Dollar an, im Vorjahr hatte AMD noch 0,38 US-Dollar pro Aktie verdient.

Das Umsatz-Ergebnis liegt im Rahmen der Anfang April gesenkten Erwartungen, die Höhe des Verlustes überraschte die Analysten allerdings. Zuvor hatte das Unternehmen noch mit bis zu 1,7 Milliarden US-Dollar Umsatz gerechnet, musste die Prognose aber angesichts rückläufiger Verkäufe und dem Verlust von Marktanteilen nach unten korrigieren. AMD-Finanzchef Robert Rivet nannte die Entwicklung "enttäuschend und inakzeptabel". Der Konzern gehe die Faktoren, die zu dem "signifikanten Umsatzrückgang" geführt hätten, aggressiv an und arbeite daran, wieder profitabel zu werden.

AMDs Bruttomarge ist im ersten Quartal auf 28 Prozent geschmolzen, im Vorjahresquartal hatte sie noch bei 58 Prozent gelegen. Das Unternehmen führt das unter anderem auf die Integration von ATI mit margenschwächeren Produkten zurück. Hauptkonkurrent Intel, mit sich AMD einen heftigen Preiskrieg liefert, hatte zuvor einen um 19 Prozent gestiegenen Gewinn und eine Bruttomarge von 50,1 Prozent ausgewiesen. Mit Kostensenkungen und einer Restrukturierung will AMD dem Verfall nun begegnen. Die Hoffnungen ruhen dabei auch auf der neuen Vierkern-Chipfamilie Barcelona, die ab der Jahresmitte verkauft werden soll. Für das laufende zweite Quartal erwartet das Unternehmen stagnierende Umsätze, Analysten rechnen mit rund 1,24 Milliarden US-Dollar.

Umsatz- und Gewinnentwicklung bei AMD in US-Dollar

Quartal Umsatz Nettogewinn/
-verlust
1/00 1.092 Mio. 189 Mio.
2/00 1.170 Mio. 207 Mio.
3/00 1.210 Mio. 408 Mio.
4/00 1.175 Mio. 178 Mio.
1/01 1.190 Mio. 125 Mio.
2/01 985 Mio. 17,4 Mio.
3/01 766 Mio. -187 Mio.
4/01 952 Mio. -15,8 Mio.
1/02 902 Mio. -9,2 Mio.
2/02 600 Mio. -185 Mio.
3/02 508 Mio. -254 Mio.
4/02 686,4 Mio. -853,7 Mio.
1/03 714,6 Mio. -146,4 Mio.
2/03 645 Mio. -140 Mio.
3/03 954 Mio. -31 Mio.
4/03 1.206 Mio. 43 Mio.
1/04 1.236 Mio. 45 Mio.
2/04 1.262 Mio. 32 Mio.
3/04 1.239 Mio. 42,8 Mio.
4/04 1.264 Mio. -29,96 Mio.
1/05 1.227 Mio. -17,0 Mio.
2/05 1.260 Mio. 11,0 Mio.
3/05 1.523 Mio. 76,0 Mio.
4/05 1.840 Mio. 95,6 Mio.
1/06 1.330 Mio. 185 Mio.
2/06 1.220 Mio. 88,8 Mio.
3/06 1.327 Mio. 134,5 Mio.
4/06 *) 1.773 Mio. -574 Mio.
1/07 1.233 Mio. -611 Mio.
*) Anteil des ATI-Umsatzes: 398 Mio. US-Dollar. Im Nettoverlust sind u.a. 550 Mio. US-Dollar Kosten durch die Übernahme des Grafikchipherstellers enthalten.