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AMD verdient 116 Millionen US-Dollar

Der Prozessorhersteller AMD konnte seinen Umsatz im Jahresvergleich um 53 Prozent auf 1,76 Milliarden US-Dollar im zweiten Quartal 2018 steigern.

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AMD Ryzen

AMD Ryzen

Ryzen bringts: Auf diese knappe Formel lässt sich der Erfolg der Firma AMD unter CEO Lisa Su reduzieren. Die im März 2017 eingeführte und anschließend kontinuierlich erweiterte und überarbeitete Prozessorfamilie Ryzen brachte auch im abgelaufenen 2. Quartal 2018 den Löwenanteil an Umsatz und Gewinn ein. Laut AMD-Finanzchef Devinder Kumar sorgten Ryzen-Chips für rund 60 Prozent der Umsätze der (Client-)Sparte "Computing and Graphics", die restlichen 40 Prozent entfielen auf ältere Prozessoren sowie Radeon-Grafikkarten.

Auch bei letzteren gab es im Jahresvergleich Wachstum, aber nicht im Vergleich zum ersten Quartal: Laut Kumar lag das vor allem am schrumpfenden Verkauf von GPUs fürs Kryptogeld-Mining. Insgesamt schätzt Kumar, dass der Anteil von Produkten, die für Blockchain-Anwendungen gekauft wurden, von 10 auf 6 Prozent vom Umsatz geschrumpft ist. Er bezog sich bei dieser Angabe auf jeweils den gesamten AMD-Umsatz des ersten und des zweiten Quartals 2018.

Die durchschnittlichen Verkaufspreise (ASP, Average Sales Price) der AMD-Prozessoren sind unterdessen zwar gesunken, das wurde aber von höheren Stückzahlen mehr als ausgeglichen. Vor allem haben laut AMD die Verkäufe von Mobilprozessoren deutlich angezogen. Insgesamt konnte AMD den Umsatz im Jahresvergleich um 53 Prozent steigern.

Epyc-Nachfolger

AMD-CEO Lisa Su mit Prozessor

(Bild: AMD)

Auch der Serverprozessor AMD Epyc trägt nun erheblich zu Umsatz und Gewinn von AMD bei. Lisa Su rekapitulierte die wichtigsten Erfolge der Epycs, darunter vor allem große Cloud-Rechenzentren. Hier konnte man im zweiten Quartal die Stückzahlen mehr als verdoppeln. Doch Su betonte auch, dass immer mehr klassische Server für allgemeine Enterprise-Aufgaben mit Epycs erscheinen sowie auch Epyc-Supercomputer (HPC).

Lisa Su erwartet, dass man zum Jahresende 2018 das Ziel erreiche, bei Serverprozessoren einen "mittleren einstelligen Marktanteil" zu erobern. Mittelfristig will man Intels übermächtigen Xeons einen zweistelligen Marktanteil streitig machen.

Dazu ist der Erfolg der kommenden Epyc-Generation Rome mit Zen-2-Technik aus der 7-Nanometer-Fertigung essenziell. Die soll bekanntlich 2019 kommen, wohl mit deutlich mehr Kernen pro CPU, und tritt dann gegen Intels Xeon-SP Cascade Lake an. Lisa Su zeigte sich sehr zufrieden mit dem Fortschritt bei Rome, erste Prototypen seien bereits bei Pilotkunden im Test.

Auftragsfertiger TSMC

Wie Lisa Su auf Nachfrage eines Analysten erklärte, sind diese ersten Rome-Prototypen allerdings bei TSMC gefertigt worden. Man arbeite beim 7-nm-Epyc aber weiterhin auch mit dem Auftragsfertiger Globalfoundries zusammen. Zudem stellte Su klar, dass neue Ryzen-Prozessoren mit Zen-2-Technik aus der 7-nm-Fertigung erst nach den ersten 7-nm-Epycs erscheinen werden.

AMD-Zahlen für das 2. Quartal 2018
Q2/18 Q2/17 Q1/18
Mio. US-$ Mio. US-$ Mio. US-$
Umsatz 1760 1150 1650
operatives Ergebnis 153 -1 120
Nettogewinn 116 -42 81
nach Sparten
Computing and Graphics
Umsatz 1086 661 1115
operatives Ergebnis 117 7 138
Enterprise, Embedded and Semi-Custom
Umsatz 670 490 532
operatives Ergebnis 69 16 14
sonstige
operatives Ergebnis -33 -24 -32

(ciw)

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