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AMD verlangt von Microsoft Beweise gegen Intel

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Im Rechtsstreit mit Intel hat AMD jetzt auch Microsoft als Zeugen benannt und eine Vorladung beziehungsweise die gerichtliche Aufforderung zur Vorlage von schriftlichem Beweismaterial beantragt. AMD versucht zu belegen, dass der große Konkurrent seine monopolartige Stellung im Markt missbraucht hat, und wirft Intel vor, Computerhersteller und Händler unter Druck gesetzt zu haben, keine AMD-Prozessoren zu kaufen. Intel soll unter anderem damit gedroht haben, den Abnehmern Rabatte und Werbekostenzuschüsse zu streichen.

Von Microsoft erwartet AMD nach Berichten in der US-Presse insbesondere Aufklärung über Vorgänge im Kontext der Einführung von 64-Bit-Prozessoren. Offenbar hatte Microsoft im Jahr 2002 zugesagt, den Opteron-Prozessor mit einem 64-Bit-Windows zu unterstützen. Eine Vorabversion des Betriebssystem war bereits im Herbst 2002 fertig, doch dauerte es noch drei Jahre bis zur offiziellen Markteinführung. Unterdessen hatte Intel die 64-Bit-Erweiterung für den Pentium entwickelt. AMD unterstellt, durch Einflussnahme von Intel um den Wettbewerbsvorteil gebracht worden zu sein. (cp)