Menü

AMD verringert die Verluste

Für das abgelaufene erste Quartal des Geschäftsjahres 2014 meldet AMD einen Umsatz von knapp 1,4 Milliarden US-Dollar. Der Nettoverlust beläuft sich auf 20 Millionen US-Dollar nach 149 Millionen im Vorjahreszeitraum.

Von
vorlesen Drucken Kommentare lesen 81 Beiträge

An das erfolgreiche Schlussquartal des Geschäftsjahres 2013 kann AMD in den ersten drei Monaten 2014 nicht ganz anknüpfen. Im Aufwind des florierenden Geschäfts mit Spielekonsolen wie Sonys Playstation 4 und Microsoft Xbox One hatte der Chiphersteller zuletzt einen Umsatz von annähernd 1,6 Milliarden US-Dollar und einen Nettogewinn von 89 Millionen Dollar ausweisen können. Im ersten Quartal 2014 erzielte AMD nun nach eigenen Angaben einen Umsatz von knapp 1,4 Milliarden Dollar und übertrifft den vergleichbaren Vorjahreszeitraum um 28 Prozent. Netto schreibt der Hersteller aber weiter rote Zahlen. Nach einem Verlust von gut 149 Millionen Dollar im Auftaktquartal 2013, konnte AMD das Minus nun jedoch auf nur noch 20 Millionen Dollar verringern.

Das gegenüber dem ersten Quartal 2013 deutlich verbesserte Ergebnis hat AMD vor allem dem Verkauf von Spezialchips (semi-custom SoCs) zu verdanken, wie sie beispielsweise in den oben genannten Spielekonsolen zum Einsatz kommen. Auch die Nachfrage nach den Grafikchips der Radeon-Serien R7 und R9 habe sich positiv entwickelt. Der betreffende Geschäftsbereich "Graphics and Visual Solutions" verzeichnete ein Umsatzplus von 118 Prozent, blieb jedoch 15 Prozent unter dem Niveau des Schlussquartals 2013. Eine ähnliche Entwicklung verzeichnete die Sparte auch beim operativen Ergebnis, das mit 91 Millionen Dollar deutlich über dem des vergleichbaren Vorjahresquartals von 16 Millionen Dollar liegt, das die 121 Millionen Dollar aus dem vorangegangen 3-Monats-Zeitraum aber nicht wieder erreichen konnte.

Obwohl die durchschnittlichen Verkaufspreise für Computerprozessoren AMD zufolge annähernd konstant blieben, leidet der Hersteller weiter unter dem schwächelnden weltweiten PC-Geschäft. Die Sparte Computing Solutions muss gegenüber dem ersten Quartal 2013 einen Umsatzrückgang von 12 Prozent hinnehmen. Das operative Ergebnis konnte aber immerhin von minus 39 Millionen Dollar auf einen Verlust von 3 Millionen Dollar verbessert werden. Für das laufende zweite Quartal 2014 zeigen sich die Verantwortlichen bei AMD einigermaßen optimistisch. Die Umsätze sollen konzernweit um rund 3 Prozent zulegen.

Umsatz- und Gewinnentwicklung bei AMD
in US-Dollar
Quartal Umsatz Nettogewinn/
-verlust
1/00 1.092 Mio. 189 Mio.
2/00 1.170 Mio. 207 Mio.
3/00 1.210 Mio. 408 Mio.
4/00 1.175 Mio. 178 Mio.
1/01 1.190 Mio. 125 Mio.
2/01 985 Mio. 17,4 Mio.
3/01 766 Mio. -187 Mio.
4/01 952 Mio. -15,8 Mio.
1/02 902 Mio. -9,2 Mio.
2/02 600 Mio. -185 Mio.
3/02 508 Mio. -254 Mio.
4/02 686,4 Mio. -853,7 Mio.
1/03 714,6 Mio. -146,4 Mio.
2/03 645 Mio. -140 Mio.
3/03 954 Mio. -31 Mio.
4/03 1.206 Mio. 43 Mio.
1/04 1.236 Mio. 45 Mio.
2/04 1.262 Mio. 32 Mio.
3/04 1.239 Mio. 42,8 Mio.
4/04 1.264 Mio. -29,96 Mio.
1/05 1.227 Mio. -17,0 Mio.
2/05 1.260 Mio. 11,0 Mio.
3/05 1.523 Mio. 76,0 Mio.
4/05 1.840 Mio. 95,6 Mio.
1/06 1.330 Mio. 185 Mio.
2/06 1.220 Mio. 88,8 Mio.
3/06 1.327 Mio. 134,5 Mio.
4/06 1) 1.773 Mio. -574 Mio.
1/07 1.233 Mio. -611 Mio.
2/07 1.309 Mio. -600 Mio.
3/07 1.632 Mio. -396 Mio.
4/07 1.773 Mio. -1.772 Mio. 2)
1/08 1.505 Mio. -358 Mio. 3)
2/08 1.349 Mio. -1.189 Mio.
3/08 1.585 Mio. -69 Mio.
4/08 1.162 Mio. -1.424 Mio.
1/09 1.177 Mio. -416 Mio.
2/09 1.184 Mio. -330 Mio. 4)
3/09
1.396 Mio.
-128 Mio.
4/09
1.646 Mio.
1.181 Mio. 5)
1/10
1.574 Mio.
257 Mio.
2/10 1.653 Mio.
-43 Mio.
3/10
1.620 Mio
-118 Mio.
4/10
1.650 Mio.
375 Mio.
1/11
1.610 Mio.
510 Mio. 6)
2/11
1.574 Mio. 61 Mio.
3/11
1.690 Mio.
97 Mio.
4/11 1.690 Mio.
-177 Mio.
1/12
1.590 Mio.
-590 Mio.
2/12 1.410 Mio.
37 Mio.
3/12 1.270 Mio.
-157 Mio.
4/12 1.160 Mio. -473 Mio.
1/13 1.088 Mio. -146 Mio.
2/13 1.161 Mio. -20 Mio.
3/13 1.461 Mio. 48 Mio.
4/13 1.589 Mio. 89 Mio.
1/14 1.397 Mio. -20 Mio.
1) Anteil des ATI-Umsatzes: 398 Mio. US-Dollar. Im Nettoverlust sind u. a. 550 Mio. US-Dollar Kosten durch die Übernahme des Grafikchipherstellers enthalten.
2) Enthält einmalige Belastungen von 1.675 Millionen US-Dollar aus einer Wertberichtigung der ATI-Übernahme.
3) Enthält einmalige Belastungen von 50 Millionen US-Dollar durch die ATI-Übernahme
4) Enthält Einmalgewinne aus dem Verkauf abgeschriebener Vermögenswerte.
5) Enthält Zahlungen aus dem Vergleich im Rechtsstreit mit Intel
6) mit Neubewertung der Globalfoundries-Anteile

(map)

Anzeige
Anzeige