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AMD wirbt MIPS-CTO ab

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Mike Uhler – bis vor kurzem Chief Technology Officer (CTO) von MIPS – soll AMDs Accelerated-Computing-Sparte als "First Vice President" verstärken. Uhler war seit 1994 bei MIPS und dort unter anderem für Chips zuständig, die aus mehreren IP-Blöcken (Intellectual Property) bestehen. Davor arbeitete er auch für SGI und DEC. Bei Letzteren zeichnete er maßgeblich verantwortlich für die Architektur der VAX-Chips. Diese waren die Vorgänger der Alpha-CPUs. Einige der Alpha-Entwickler und -Techniken hatte AMD übernommen, um den K7 (Athlon) und den K8 (AMD64) zu entwickeln. Mike Uhler ist seit fast 30 Jahren in der Branche tätig und hält selbst 34 Patente rund um Computer-Architekturen.

AMDs Accelerated-Computing-Sparte soll Prozessoren entwickeln, die bestimmte Workloads direkt in Hardware ausführen können. Davon verspricht sich AMD, unter anderem die Performance-pro-Watt-Werte zu verbessern. Zu den Chips mit mehreren dedizierten Kernen gehört auch der für 2009 geplante erste Vertreter des Fusion-Konzeptes. Er soll unter anderem in Ultra-Mobile-PCs zum Einsatz kommen.

AMD steht derzeit unter erheblichem Druck: Durch Verzögerungen und Bugs bei den Vierkernprozessoren Barcelona und Phenom kann AMD derzeit im Highend-Segment nicht mehr mit Intel Schritt halten. Im mittleren und unteren Preissegment hat AMD hingegen weiterhin günstige Doppelkern- (Athlon 64 X2) und Einzelkern-CPUs (Athlon 64, Sempron) im Angebot. AMDs Probleme haben auch den Börsenkurs des CPU-Herstellers dramatisch gedrückt: Im Februar 2006 – als Rivale Intel große thermische Probleme mit den Netburst-Prozessoren hatte – kostete eine AMD-Aktie über 40 US-Dollar. Nun ist sie für rund 9 US-Dollar zu haben. Der Marktwert von AMD liegt damit nur noch bei etwas über 5 Milliarden US-Dollar. Zum Vergleich im Juli 2006 hatte AMD den Grafikkartenhersteller ATI für 5,4 Milliarden US-Dollar übernommen. (bbe)