Menü

AMDs Athlon rennt mit DDR-SDRAM

Lesezeit: 1 Min.
In Pocket speichern
vorlesen Druckansicht Kommentare lesen 158 Beiträge
Von

Gigabyte stellt das erste Sockel-A-Mainboard vor, das mit DDR-SDRAM-Modulen läuft. Der neue Speichertyp kann PCs mit AMD-Athlon-Prozessor spürbar beschleunigen. Das Gigabyte-Board GA-7DX nutzt eine Mischbestückung aus der Northbridge des brandneuen AMD-760-Chipsatzes und der VIA-Southbridge 686A. In zwei 184-poligen Slots lassen sich DDR-SDRAM-DIMMs des Typs PC200 (100 MHz) oder PC266 (133 MHz) unterbringen.

Die Northbridge AMD-761 unterstützt nur den synchronen Betrieb von Frontside-Bus (also der Prozessor-Schnittstelle) und Speicherbus. Der Frontside-Bus (FSB) und die Speicherchips laufen dabei mit derselben Taktfrequenz. Da AMD noch keinen Athlon für FSB133 liefert, ließ sich das Mainboard nur mit einem PC200-Modul testen.

Doch schon in dieser Leistungsklasse zeigten sich in Verbindung mit einem Athlon PGA 800 die Vorteile der neuen Speichertechnik. Messungen mit den Anwendungsbenchmarks des BAPCo SYSmark 2000 erbrachten in Einzelwertungen um bis zu 8 Prozent bessere Ergebnisse. Da es noch kleine Probleme mit Chipsatztreibern gab, sind künftig weiter verbesserte Resultate möglich. Auch Spielefans kommen auf ihre Kosten: Beim Demolauf "demo001" des Ballerspiels Quake 3 konnte eine TNT2-Ultra-Grafikkarte auf dem GA-7DX knapp 10 Prozent mehr Bilder pro Sekunde liefern als auf einem Sockel-A-Mainboard mit VIA-KT133-Chipsatz mit PC133-SDRAM, das mit 222-Timing lief.

Die DDR-SDRAM-Technik verspricht damit bei Athlon-Systemen deutlich leistungsfähiger zu sein als bei Intel-Pentium-Rechnern. Ein Test eines Prototypen-Mainboards mit VIAs Apollo Pro266-Chipsatz für den Pentium III hatte eher enttäuschende Resultate gezeigt.

Der US-Speicherhersteller Micron verkauft PC200-SDRAM zum gleichen Preis wie PC133-222-DIMMs.

Das GA-7DX, den Apollo-Pro266-Chipsatz und die Technik von DDR-SDRAM stellt die c't in der kommenden Ausgabe 23/2000 vor (ab dem 6. November 2000 im Handel). (ciw)