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AMDs Flash-Sparte Spansion ist Marktführer bei NOR-Chips

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Der im vergangenen Jahr aus der Kooperation von Fujitsu und AMD entstandene Flash-Spezialist Spansion sieht sich als Marktführer bei NOR-Chips. Die AMD-Sparte will diese Position zügig weiter ausbauen und kündigt die zweite Generation der MirrorBit-Technik an, bei der jede Speicherzelle mehrere Bits (zurzeit zwei) speichert. Die Serienfertigung neuer MirrorBit-NOR-Flash-Chips in 110-Nanometer-Technik mit 1,8 und 3 Volt Betriebsspannung sowie mit Kapazitäten von 64, 128 und 256 MBit (teils in Multichip-Gehäusen, MCP) soll im dritten Quartal anlaufen.

Auf die Marktführerschaft ist Spansion-Chef Bertrand Cambou besonders stolz, weil man sie dem bisherigen NOR-Platzhirsch Intel abjagen konnte. Die NOR-Technik der MirrorBit-Chips konkurriert direkt mit Intels StrataFlash-Technik, lässt sich aber angeblich preiswerter herstellen. NOR-Chips erreichen nicht so hohe Speicherdichten und sind teurer als NAND-Chips, eignen sich aber besser für Anwendungen, bei denen schnelle Zugriffe nötig sind. "Wireless Flash" ist vor allem für Handys und PDAs gedacht, ein sehr schnell wachsendes Marktsegment -- laut Gartner sollen in diesem Jahr alleine 600 Millionen Prozessoren für Handys verkauft werden. Die vorrangig in Speicherkärtchen und USB-Sticks verbauten NAND-Chips erreichen mittlerweile Speicherkapazitäten von 1 GBit (128 MByte), doch durch neue Techniken holen NOR-Bausteine auf.

Nach Informationen des Online-Dienstes CNet News.com geht Spansion-Chef Cambou davon aus, dass sein Unternehmen mit der Verfügbarkeit der Vier-Bit-MirrorBit-Technik von Preis und Speicherkapazität her auch in bisher typische NAND-Anwendungsbereiche eindringen könnte. Das sei allerdings wohl frühestens 2007 möglich, wenn Spansion in 65-Nanometer-Technik fertigen könne.

Im ersten Quartal 2004 erzielte AMD mit den Spansion-Speicherprodukten 628 Millionen US-Dollar Umsatz, zehn Prozent mehr als mit Prozessoren (571 Millionen US-Dollar). (ciw)