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AOL 6 per US-Gerichtsbeschluss gestoppt

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PlayMedia Systems hat in den USA eine einstweilige Verfügung gegen die AOL-Software Version 6 erwirkt. Wie das Unternehmen mitteilt, muss AOL den Vertrieb stoppen und alle Lizenznehmer unterrichten. Durch die einstweilige Verfügung droht dem Online-Dienst eine Strafe von einer halben Million US-Dollar, sollten er sich nicht an den Stopp halten.

Auslöser des Streits ist der mit der AOL-Software gelieferte Player. PlayMedia hatte seine MP3-Technologie, die AMP-Engine, einst an Nullsoft zur Verwendung in deren Player Winamp lizenziert. Nachdem AOL das Unternehmen gekauft hatte, nutzte der Online-Dienst die Routinen für seinen Player und wurde daraufhin verklagt.

Richter A. Howard Matz entschied jetzt, es handele sich um einen Verstoß, da die Lizenz ausdrücklich zur Verwendung mit Winamp ausgestellt wurde. Der volle Text der Verfügung kann auf PlayMedias Seiten eingesehen werden. "Wir bedauern, dass die Angelegenheit vor Gericht gehen musste", sagte PlayMedia-Chef Brian D. Litman. "Dennoch fühlen wir uns durch die Entscheidung des Gerichts bestärkt und werden unser geistiges Eigentum an der AMP-Engine weiterhin vehement verteidigen." Von AOL war zur Stunde keine Stellungnahme zu erhalten. Allerdings hat der Online-Dienst auch schon die Version 7 seiner Software im Angebot. Diese ist vom Beschluss des Gerichts zunächst nicht betroffen. (cgl)

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