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AOL kauft Chatsystem ICQ

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Kurz vor der Übernahme durch den Online-Riesen AOL steht die kleine Softwarefirma Mirabilis. Erst vor zwei Jahren gründeten vier junge Israelis die Firma und hoben das erfolgreiche Internet-Chatprogramm ICQ (für "I Seek You" - Ich suche Dich) aus der Taufe. Das Programm ermöglicht eine einfache Kontaktaufnahme mit Freunden oder Gleichgesinnten, die gerade online sind. Zwar bietet AOL mit der "Buddy List" einen ähnlichen Service an, plazierte ihn jedoch anfangs nur im eigenen Online-Dienst und zu spät im Internet. Außerdem bietet ICQ mehr Funktionen, wie zum Beispiel einen Dateiaustausch zwischen den Usern oder eine Schnittstelle für Spieler.

Inzwischen kann ICQ 11,4 Millionen registrierte Benutzer verzeichnen: In Spitzenzeiten melden sich bis zu 500.000 User gleichzeitig im Chatsystem an. 100hot Sites listet die Homepage von Mirabilis auf Platz 4 der meistbesuchten Websites, gleich hinter Yahoo, Netscape und Microsoft. Innerhalb der nächsten zwei Wochen soll das Geschäft für 300 Millionen Dollar - teils in Aktien, teils bar - über die Bühne gehen. Carsten Fabich (cp)

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