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AOL reduziert Belegschaft um ein Fünftel

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Nach Wochen der Spekulationen hat der Internet-Portalbetreiber AOL jetzt Details zu den geplanten Stellenkürzungen genannt. Danach werden künftig insgesamt rund 2.000 Jobs wegfallen. Dies entspricht einer Reduzierung der weltweiten Belegschaft um etwa ein Fünftel. Die Mehrzahl der Arbeitsplätze soll in den USA gestrichen werden, wo 1.200 Jobs dem Rotstift zum Opfer fallen, davon 750 am bisherigen Firmensitz in Virginia.

Time Warner richtet AOL derzeit neu aus. Der Umbau vom Internetkonzern zur Online-Werbefirma hat bereits tausenden Mitarbeitern den Job gekostet. Im August vergangenen Jahres hatte AOL den Wegfall von 5.000 Stellen angekündigt. Künftig wird das Unternehmen in New York residieren, was die große Zahl der Stellenstreichungen in Dulles (Virginia) zumindest teilweise erklärt. AOL-Chef Randy Falco kündigte den Aufbau weiterer Portale in sieben Ländern an, so dass sich die Gesamtzahl dann auf 30 erhöht.

Allerdings wird nicht in jedem Land, in dem AOL mit einem Portal vertreten ist, auch eine eigene Organisation für den Betrieb verantwortlich sein. Das Fachmagazin Werben & Verkaufen (W&V) hatte zuletzt berichtet, das Europa-Geschäft werde künftig stärker gebündelt und weitgehend von London aus gesteuert. Deshalb würden in Deutschland rund 100 Arbeitsplätze gestrichen. Von den insgesamt 170 Mitarbeitern in der Deutschland-Zentrale würden also voraussichtlich nur 70 übrig bleiben. (pmz)