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AOL soll europaweit reorganisiert werden

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Beim Internet-Portalbetreiber AOL Deutschland stehen erneut maßgebliche Veränderungen an. Nach dem Verkauf des Zugangsgeschäft vor rund einem Jahr für 675 Millionen Euro an Hansenet und die Konzentration auf die Vermarktung von Werbung und Diensten soll jetzt offenbar das Europa-Geschäft stärker gebündelt werden. Als Folge könnten weitere Jobs in der Hamburger AOL-Zentrale wegfallen. Das Fachmagazin Werben & Verkaufen (W&V) berichtet bereits von 100 Arbeitsplätzen, die gestrichen werden sollen. Von den insgesamt 170 Mitarbeitern in der Deutschland-Zentrale blieben anscheinend nur 70 übrig, schreibt W&V in seiner am morgigen Donnerstag erscheinenden Ausgabe.

Ein AOL-Sprecher wollte die Zahlen gegenüber heise online allerdings nicht bestätigen. Zwar würden im Rahmen der europaweiten Reorganisation auch Gespräche mit dem Betriebsrat geführt, konkrete Beschlüsse über den Abbau von Stellen lägen bislang aber nicht vor. Richtig sei aber, dass künftig wohl nicht in jedem Land, in dem AOL mit einem Portal vertreten sei, eine eigene Organisation für den Betrieb benötigt werde. W&V berichtet unter Berufung auf unternehmensnahe Kreise, das Europa-Geschäft werde künftig weitgehend in London gebündelt. Auch in Frankreich, England und den USA soll es Entlassungen geben. In den USA müssten 3.000 Mitarbeiter gehen. Hintergrund der Maßnahmen seien "forsche Renditeziele der US-Führung". (pmz)

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