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AOL verleibt sich Technologie-Blog TechCrunch ein

Mittlerweile ist es offiziell: Das verlustreiche Internetunternehmen AOL übernimmt auf seiner Suche nach neuen Einnahmequellen das bekannte Technologie-Blog TechCrunch samt dessen Schwesterpublikationen. Damit stärke AOL seine Stellung als Inhalteanbieter, teilte das US-Unternehmen mit. Über den Preis schwieg sich AOL aus. Techcrunch-Gründer Michael Arrington meint in seiner Begründung des Verkaufs, es sei, was Produkt und Geschäft angehe, "a perfect fit".

Am gestrigen Dienstag hatte bereits das Wall Street Journal über den sich anbahnenden Zukauf berichtet. AOL will weg vom Geschäft mit dem Internetzugang, das das Unternehmen einst groß gemacht hatte. Denn inzwischen sind die Telekomfirmen und Kabelnetzbetreiber übermächtig. Bei AOL liefen hohe Verluste auf, die Ehe mit dem Medienkonzern Time Warner scheiterte. Seit einigen Jahren investiert AOL nun in Inhalte. 2005 hatte die Firma den TechCrunch-Rivalen Engadget übernommen. TechCrunch-Gründer und -Chefredakteur Michael Arrington bleibt auch nach der Übernahme an Bord.

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Das eigentliche AOL-Geschäft schrumpft dagegen anhaltend. Werbekunden und Nutzer flüchteten zuletzt in Scharen – während die Konkurrenz sich reihum von der Krise im vergangenen Jahr erholte. Das Management versucht mit Einsparungen samt Massenentlassungen, die Auswirkungen einzudämmen. Aus Deutschland hat sich AOL ganz zurückgezogen.

Die vor 25 Jahren gegründete AOL war auf dem Höhepunkt der Internet-Euphorie mit dem Medienkonzern Time Warner fusioniert. Als die Dotcom-Blase platzte, geriet die 100 Milliarden Dollar schwere Verbindung in eine Krise. AOL wurde zu einer Randsparte des Konzerns. Letztlich entschied sich Time Warner für die Trennung. Seitdem ist AOL wieder solo börsennotiert. (dpa) / (jk)

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