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AOL wappnet sich gegen Windows XP

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Einige neue Funktionen in Windows XP, dem gemeinsamen Nachfolger von Windows 9x/ME und 2000, sind AOL ein Dorn im Auge. Dazu gehören Instant Messaging und mit Hailstorm weitere Angebote wie etwa Kalender und Adressbuch. Wenn diese Funktionen auf gute Resonanz stoßen sollten, würde viele Argumente, mit denen AOL heute Kunden für sich gewinnt, hinfällig werden.

Hinzu kommt, dass ein Deal zwischen AOL und Microsoft zu Beginn diesen Jahres zu den Akten gelegt wurde: AOL hatte sich verpflichtet, in seinem Client den Internet Explorer aufzunehmen. Microsoft lieferte im Gegenzug dafür den AOL-Client mit Windows aus und platzierte das AOL-Symbol an prominenter Stelle. Über eine Verlängerung haben AOL und Microsoft angeblich ergebnislos verhandelt. Wichtig scheint das für keinen der beiden mehr zu sein: Microsoft hat mit dem Internet Explorer Netscape deutlich abgehängt und auch beim Instant Messaging führte zuletzt Microsofts Software. AOL hat im Gegenzug schon verlauten lassen, dass die nächste Software-Generation mit dem eigenen Browser daherkommt.

In einem von BetaNews veröffentlichten internen Papier nennt AOL sieben Szenarien, mit denen sich die Markteinführung von Windows XP torpedieren lässt. Eine Maßnahme wäre es, den Windows-Desktop durch einen AOL-eigenen zu ersetzen. Eine andere bestünde darin, unter AOL-Kunden zu verbreiten, dass XP fehlerhaft sei und angepasste AOL-Software bisher noch fehle. Der Online-Dienst schließst sogar nicht aus, mit Hilfe von PC-Herstellern ein eigenes Betriebssystem in Umlauf zu bringen. (ps)

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