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Was vom Hype bleibt: AR-Brille Magic Leap One ausprobiert

Das milliardenschwere Start-up hat sein erstes Augmented-Reality-Headset fertiggestellt. Technology Review konnte es sich näher ansehen.

AR-Brille Magic Leap One ausprobiert

(Bild: Magic Leap)

2,3 Milliarden US-Dollar hat die Augmented-Reality-Firma Magic Leap an Investorengeldern eingesammelt. Nun ist die Entwicklerversion ihres Headsets Magic Leap One endlich verfügbar. Im ersten Hands-on zeigt sich allerdings, dass sich der Hype um die Hardware nur zum Teil rechtfertigen lässt, berichtet Technology Review in seiner Online-Ausgabe ("Magic Leap One im Test: Echt, aber nicht echt genug").

Die Magic Leap One ist der Höhepunkt der Entwicklung, die Magic-Leap-Boss Rony Abovitz und sein Team seit 2011 vorantreiben. Das Gerät ist deutlich portabler als frühere Prototypen. 2014 musste man sich beispielsweise noch ein riesiges, gerüstartiges Ding auf die Nase setzen. Den Steuercomputer der Magic Leap One bringt man am Gürtel oder an einem Schulterband an. Er wiegt 415 Gramm und hört auf den Namen "Lightpack". Das Headset wiederum, "Lightwear" genannt, wiegt 325 Gramm. Es fühlt sich an als würde man eine ziemlich schwere Skibrille tragen und gleichzeitig eine ziemlich leichte Handtasche. Zudem trägt man einen schwarzen Controller in der Hand, der oben ein Touchpad und unten einen Abzugknopf hat.

Die Grafik, die in die Augen projiziert wird, wirkt im Praxisversuch echter, als die Demovideos vermuten lassen. Allerdings ist der Blickwinkel noch sehr eingeschränkt – er liegt bei nur 50 Grad in der Diagonale. Perfekt ist auch die Software noch nicht. Zwischendurch taucht eine Fehlermeldung auf. Offenbar kann das Headset keine weiteren Objekte gleichzeitig mehr darstellen und man muss erst einmal welche löschen. "Du hast es gecrasht", witzelt Abovitz.

Es gibt auch noch weitere Fehler. Zwar sehen die einzelnen Objekte normalerweise sehr scharf aus und bleiben an der gewünschten Stelle, wenn man schnell mit dem Kopf wackelt, doch kommt es vor, dass sie sich in rote, grüne und blaue Anteile auflösen. Sam Miller, einer der Magic-Leap-Gründer und Leiter des System-Engineering-Teams der Firma, meint, dass das an Problemen beim "Tuning" der verschiedenen Hard- und Softwarekomponenten liegt, damit diese korrekt zusammenarbeiten.

Mehr dazu bei Technology Review Online:

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