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Augmented Reality: AR-Brille Magic Leap One kostet 2300 US-Dollar

In den USA werden erste Exemplare der Magic Leap verkauft. Privatleute haben es auch abgesehen vom hohen Preis schwer, die Brille in die Finger zu bekommen.

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AR-Brille Magic Leap One kostet 2300 US-Dollar

(Bild: Magic Leap)

Die AR-Brille Magic Leap One wird jetzt in den USA verkauft – mit einigen Einschränkungen. Erstens handelt es sich um die Creator Edition, die sich an Early Adopter und Unternehmen richtet. Zweitens kommt man nur für den Kauf in Frage, wenn man in bestimmten US-Städten lebt. Laut der US-Technikwebseite CNet sind das Chicago, Los Angeles, Miami, New York, San Francisco und Seattle. Und drittens werden die AR-Brillen ausschließlich mit einer Service-Leistung verkauft, bei der die Brille geliefert, angepasst und installiert wird.

Und dann wäre da ja auch noch der Preis: Die Magic Leap One kostet 2300 US-Dollar. Das ist zwar günstiger als die Microsoft Hololens, aber immer noch sehr teuer. Der Preis zeigt, dass AR-Brillen im Consumer-Bereich noch nichts verloren haben. Sie richten sich an Unternehmen, die mit den Brillen Produktivität oder Kreativität steigern wollen. Google Glass, die AR-Brille von Google, wird etwa von Volkswagen und DHL eingesetzt. Die Magic Leap One wird eher als Brille für kreative Schöpfer vermarktet.

Die Magic Leap besteht im Gegensatz zu anderen AR-Brillen nicht nur aus einem Headset, sondern wird mit einem angeschlossenen Mini-PC geliefert, der am Gürtel befestigt wird. Der PC basiert auf Nvidias Tegra-X2-Architektur, der 8 GByte RAM zur Seite stehen. Dieser sogenannte "LightPack" hat somit eine recht beachtliche Rechenpower – mehr als zum Beispiel die Spielekonsole Nintendo Switch, die auf Tegra X1, dem Vorgänger, basiert. Und mehr natürlich auch als Google Glass und Microsoft Hololens.

Ob sich das in der Praxis durch ein überzeugenderes AR-Erlebnis übersetzt, muss die Magic Leap One erst noch beweisen. Andere AR-Brillen werden unter anderem wegen eines zu kleinen Sichtfelds kritisiert. Die AR-Inhalte werden also nur in einem recht begrenzten Rahmen angezeigt. Ersten Erfahrungsberichten zufolge ist das bei der Leap etwas besser.

Die Magic Leap One hat schon lange vor Release durch große Versprechen und eindrucksvolle Demos Aufsehen erregt. Zu den Investoren in das Start-Up Magic Leap zählen unter anderem Google, Tencent und AT&T, (dahe)

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