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Technology Review

Augmented Reality: Die Welt als Wunsch und Wahrnehmung

Leichte und kostengünstige Augmented-Reality-Geräte könnten jedem Menschen in Zukunft seine ganz eigene Realität liefern.

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AR-Brillen: Die Welt als Wunsch und Wahrnehmung

Der Filmemacher Keiichi Matsuda hat imaginiert, wie die neue AR-Realität aussehen könnte.

(Bild: Screenshot Vimeo / Keiichi Matsuda)

Filterblasen, wie man sie heute nur aus dem Netz kennt, könnten in einigen Jahren auch in die Echtwelt übertreten. Dann nämlich, wenn sich erste gut funktionierende Augmented-Reality-Brillen durchsetzen, die die Menschen fast immer im Gesicht tragen. Das schreibt Technology Review in seiner Online-Ausgabe in einem Essay zur Technikzukunft ("Jedem seine eigene Realität").

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Aktuell sind entsprechende Geräte zwar noch nicht auf dem Markt, doch in fünf bis zehn Jahren rechnen Beobachter mit kompakten AR-Displays, die man sich auf die Nase setzen kann. Sie erlauben es, die Umgebung mit computergenerierten Bildern nahtlos zu verbinden. Firmen wie Apple werkeln längst an der Technik, Konzernchef Tim Cook hält Augmented Reality für enorm spannend und "tiefgründig". In Smartphone-Betriebssystemen wie Android oder iOS steckt sie schon.

Mit Displays, die gut genug sind, würde möglich, sich eine eigene Realität zu schaffen, die mit der Umgebung verschmilzt, wie dies bislang nur in der Science Ficition erdacht wird. Wir könnten künftig Personengruppen, die wir nicht sehen wollen, virtuelle Masken aufsetzen oder sie ganz aus unserem Blickfeld ausblenden, als wären sie nicht existent. "Lebt man in einer Stadt mit viel Müll und vielen Bettlern, lässt man einfach virtuelle Parklandschaften wachsen, damit man das nicht sehen muss. Unser viel zu kleines Apartment mit Blick auf die gegenüberliegende Häuserwand wird zur (wenn auch nicht anfassbaren) Luxusvilla", so der Essay.

Was vielleicht zunächst verrückt und nach Science Fiction klingt, ist technisch schon heute grundsätzlich durchführbar und wird in Prototypen bereits umgesetzt. Apple und Google liefern längst Softwarekits für Augmented Reality in ihren Mobilbetriebssystemen mit, die nur darauf warten, dass es endlich vernünftige AR-Brillen gibt.

Mehr dazu bei Technology Review Online:

(bsc)