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AR-Startup Ubiquity6 will im Sommer App für Android und iOS herausbringen

Mit einer neuen Augmented-Reality-App sollen Nutzer in Misch-Welten bald überall digitale Notizen und Andenken hinterlassen können - aber auch obszöne Graffiti.

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AR-Startup Ubiquity6 will im Sommer App für Android und iOS herausbringen

(Bild: Ubiquity6)

Während Headsets wie HoloLens von Microsoft oder das Magic Leap One noch vor allem an Entwickler gerichtet sind, erobert Augmented Reality bereits die Bildschirme von Smartphones – Pokémon Go hat das Konzept fast schon zum Mainstream gemacht. Ab diesem Sommer könnte es noch weitere Verbreitung finden, denn dann will das Start-up Ubiquity6 eine fertige Version seiner App herausbringen. Mit der lassen sich virtuelle Objekte in reale Orte einfügen, die auch für andere Nutzer zu sehen sind. Das berichtet Technology Review online in „Löwen im Büro“.

Gründer und CEO von Ubiquity6 ist Anjney Midha, früherer Gründungspartner beim mittlerweile aufgelösten Fonds für Seed-Investitionen der Wagniskapitalfirma Kleiner Perkins Caufield & Byers, die auch in Magic Leap investiert hat. Für sein neues Unternehmen hat er vor kurzem 10,5 Millionen Dollar Kapital in einer von Index Ventures angeführten Finanzierungsrunde bekommen, an der auch sein früherer Arbeitgeber beteiligt war. Dies zeigt, dass auch Wagniskapitalgeber ihm einiges zutrauen.

Damit mehrere Personen in Echtzeit und aus unterschiedlichen Winkeln mit den virtuellen Objekten auf ihren Bildschirmen interagieren können, erstellt Ubiquity6 mit Hilfe der Sensoren in den Smartphones eine Karte ihrer physischen Umgebung und der Position der Nutzer. Anschließend können sie Objekte hinzufügen. Midha hat große Visionen von der Nutzung seiner App an öffentlichen Orten – zum Beispiel für virtuelle Gärten in ganzen Städten, die von mehreren Personen gepflegt werden. Einer kann die Samen einpflanzen, der nächste sie bewässern und ein dritter digitale Früchte ernten.

Aber die Gestaltungsfreiheit lässt auch Raum für digitale Schmierereien. Wie zum Beispiel lässt sich verhindern, dass jemand einen virtuellen Penis-Wald am Spielplatz hinterlässt? Oder was ist, wenn der nächste Nutzer sorgfältig erstellte digitalen Kreationen verunstaltet? Diese Frage ist nicht einmal mehr rein hypothetisch: Bei Snapchat wurde im vergangenen Herbst eine von dem Künstler Jeff Koons produzierte AR-Installation mit einem seiner Ballon-Hunde mit Graffiti versehen.

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