Menü

ARD-Doku: Einsatz von Microsoft-Produkten in Behörden problematisch

EIne ARD-Dokumentation zeigt die Abhängigkeit staatlicher Behörden von Microsoft-Produkten. Verwaltungen machen sich durch den Einsatz von Windows und Microsoft Office u.a. angreifbar für Hacker und Spione.

Von
vorlesen Drucken Kommentare lesen 814 Beiträge
ARD-Doku: Einsatz von Microsoft-Produkten in Behörden problematisch

(Bild: ARD / rbb)

Am Montagabend um 22:55 zeigte die ARD in ihrer Reihe "Die Story im Ersten" eine Dokumentation über den Einsatz von Microsoft-Produkten in Behörden. Laut den Filmemachern des rbb machten sich staatliche und öffentliche Verwaltungen durch den Einsatz von Windows und Microsoft Office angreifbar für Hacker und Spione, außerdem gebe es Verstöße gegen das europäische Vergaberecht.

In Frankreich etwa habe das Verteidigungsministerium beim Abschluss von geheimen Verträgen mit Microsoft das Parlament umgangen. In Deutschland belegen interne Dokumente, dass das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) sich beim Aushandeln von Verträgen zwischen Bundesinnenministerium und Microsoft misstrauisch über die Einhaltung des Datenschutzes gezeigt hatte und Forderungen gestellt hatte.

Doch die erhebliche Sicherheitsbedenken konnten bis zuletzt wohl nicht ausgeräumt werden, zeigen die Recherchen von c't, dem rbb und dem Journalistenteam Investigate Europe. Einen ausführlichen Bericht dazu hat c't in der aktuellen Ausgabe veröffentlicht:

Der Film von Harald Schumann und Árpád Bondy sieht in Open-Source-Programmen eine sicherere Alternative – doch die sind in Behörden eher auf dem Rückzug, wie das Beispiel LiMux in München demonstriert.

Weitere Informationen zur ARD-Sendung finden Sie in der Vorschau zu "Das Microsoft-Dilemma" auf ard.de. Den Dokumentarfilm gibt es mittlerweile in der Mediathek der ARD, er ist dort noch bis zum 19. Mai 2018 verfügbar:

Anzeige
Anzeige