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ARD: Neuer Rundfunkbeitrag stoppt Einnahmerückgang

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Der neue Rundfunkbeitrag zahlt sich für ARD und ZDF aus. Erstmals seit Jahren gehen die Einkünfte der öffentlich-rechtlichen Sender nicht mehr zurück. "Nachdem die Einnahmen [...] in den vergangenen drei Jahren kontinuierlich gesunken waren, zeichnet sich nun eine Stabilisierung ab. Dies war ein Ziel der Reform", erläuterte eine ARD-Sprecherin am Freitag in Hamburg in einer Mitteilung.

Seit dem Wechsel vom alten GEZ-Gebührenmodell zum neuen Rundfunkbeitrag am 1. Januar 2013 richtet sich die Abgabe nicht mehr nach Zahl und Art der Geräte, sondern wird pro Haushalt fällig. Ein Haushalt zahlt 17,98 Euro im Monat. Bei Firmen oder Kommunen richten sich die Beiträge nach Betriebsstätten und Fahrzeugflotte.

"Nach einer vorläufigen Schätzung, die ARD, ZDF und Deutschlandradio der KEF vorgelegt haben, liegen die bisherigen Einnahmen aus dem neuen Rundfunkbeitrag auf dem erwarteten Niveau." KEF ist die Abkürzung der Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten. Der aktuellen Prognose zufolge übersteigen die Beitragseinnahmen bis Ende 2013 die Gebühreneinnahme von 2012 um etwa ein Prozent oder rund 80 Millionen Euro. "Diese Veränderung liegt unter der allgemeinen Teuerungsrate", sagte die Sprecherin.

Zu den Einbrüchen vor der Umstellung rechnete die ARD vor: "Im Vergleich zum Jahr 2009 war 2012 ein Rückgang von 1,5 Prozent beziehungsweise rund 110 Millionen Euro zu verzeichnen. Damit wird mit der Umstellung bei den Beitragseinnahmen nahezu eine Punktlandung erzielt."

Nach der aktuellen Prognose werden die Erträge aus Privatwohnungen für das Jahr 2013 im Vergleich zum Vorjahr leicht ansteigen, wie es weiter hieß. "Die Schätzung für den nicht privaten Bereich, also zum Beispiel für Unternehmen, Kirchen und Kommunen, geht für das Jahr 2013 im Vergleich zum Vorjahr von geringeren Beitragserträgen aus."

Auch längerfristig sieht es stabil aus: "Bezogen auf die Anmeldung, die von ARD, ZDF und Deutschlandradio in diesem Frühjahr für die Jahre 2013 bis 2016 bei der KEF vorgelegt wurde, ergibt die aktuelle Prognose für das Jahr 2016 leicht höhere Beitragseinnahmen von etwa 20 Millionen Euro", erläuterte die Sprecherin. Zugleich betont die ARD: "Da der neue Rundfunkbeitrag erst vor neun Monaten eingeführt wurde und der Umstellungsprozess noch nicht abgeschlossen ist, enthält die Prognose noch erhebliche Unsicherheiten." (axk)

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