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ARM erwartet weniger Wachstum nach gutem Jahr

Nach einem guten Abschluss 2015 blickt der Chip-Designer zuversichtlich ins neue Jahr, rechnet aber mit wieder etwas weniger Wachstum. Wenn der Smartphone-Boom nachlässt, rückt das Internet der Dinge ins Blickfeld.

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ARM erwartet weniger Wachstum nach gutem Jahr

Der Chipdesigner ARM rechnet im laufenden Jahr mit stärkerem Gegenwind. Wachsende wirtschaftliche Unsicherheit könne die Ausgaben von Verbrauchern und Unternehmen bremsen und damit auch das Chipgeschäft belasten, warnte das britische Unternehmen am Mittwoch. Dennoch erwartet ARM für 2016 auch dank neuer Chiptechnik ein "robustes" Geschäft. Neue Chips auf Basis der ARMv8-A-Architektur dürften im Mobil- und Enterprise-Bereich weiter Marktanteile gewinnen, hofft das Unternehmen.

Im abgelaufenen Jahr machte ARM mit seinen Lizenzen für Chips auch dank des stärkeren Dollar gute Geschäfte, der Umsatz kletterte im Vergleich zum Vorjahr etwas stärker als von Experten erwartet um 22 Prozent auf 968 Millionen Pfund (1,24 Milliarden Euro). Der Umsatz verteilt sich auf Lizenzen für die Chipdesigns (380 Millionen Pfund) und Lizenzeinnahmen für produzierte Chips (510 Millionen Pfund) sowie Software und Dienstleistungen. Der Gewinn stieg um ein Drittel auf 340 Millionen Pfund.

"2015 war ein starkes Jahr für Chips mit hochentwickelter ARM-Technologie", erklärte ARM-CEO Simon Segars. Chips mit der ARMv8-A-Architektur hätten im Laufe des Jahres mehr als 50 Prozent Marktanteil bei Smartphones erreicht und Mali sei die meistverkaufte GPU. "Die Nachfrage nach unserer Technologie steigt." Im Schlussquartal 2015 wurden 4 Milliarden ARM-Chips ausgeliefert, 16 Prozent mehr als im Vorjahr.

ARM entwirft Baupläne für Halbleiter, für die Kunden Lizenzen erwerben können, und verdient auch durch Tantiemen für die verkauften Chips. Die ARM-Architektur dominiert im Smartphone-Markt. Mit teureren leistungsstarken Chips und einem neuen Fokus auf das sogenannte Internet der Dinge mit seinen vielen vernetzten Alltags-Geräten wollen die Briten die Abkühlung der allgemeinen Smartphone-Konjunktur abfedern. (Mit Material der dpa) / (vbr)

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