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ARM erzielt Rekordgewinn

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Während andere Prozessorhäuser im vierten Quartal 2000 etwas an Schwung verloren haben, drehte die britische IP-Schmiede ARM so richtig auf. Nur steht im Falle ARM das Kürzel IP nicht etwa für Internet Protocol, sondern für Intellectual Property...

ARM übertraf mit 3,8 Cents pro Aktie noch die Erwartungen der Analysten von 3 Cents. Der Profit im vierten Quartal lag um 53 Prozent über dem Vorjahr, im Gesamtjahr 2000 konnte ARM sogar um 97 % zulegen. 2000 war "ein sehr starkes Jahr", meinte ARMs Financial Officer Jonathan Brooks – wenn auch die absoluten Zahlen im Vergleich zu solchen Giganten wie Intel eher bescheiden aussehen: 14,8 Millionen US-Dollar Gewinn im vierten Quartal bei 85 Millionen US-Dollar Umsatz, respektive 52 Millionen US-Dollar Gewinn bei 150 Millionen US-Dollar Umsatz im Gesamtjahr 2000.

Der Löwenanteil der Einnahmen von ARM besteht aus Lizenzgebühren, die die inzwischen mehr als 40 Lizenznehmer für die ARM-Prozessorarchitektur zu entrichten haben – darunter IBM, Intel, Texas Instruments, Infineon und seit letztem Jahr auch Motorola. Alle Lizenznehmer zusammen haben im Jahr 2000 über 400 Millionen auf der ARM-Architektur beruhende Prozessoren verkauft, mehr als doppelt so viele wie 1999 (182 Millionen). Damit hat ARM die Position als stärkste 32-Bit-Mikroprozessorarchitektur weiter ausgebaut. Die Prozessoren werden vornehmlich in so genannten Embedded-Bereichen (Settop-Boxen, Kabelmodems, Festplatten, Digitalkameras, Netzwerke, PDAs) eingesetzt. Intel plant für Mitte des Jahres eine große Offensive mit dem zu ARM-V.5TE kompatiblen XScale-Prozessor.

Vor allem ist in dem erwarteten Boom-Bereich der mobilen Kommunikation der Weg für ARM geebnet, denn sowohl Intels PICA (Personal Internet Client Architecture ) als auch die Konkurrenz von Texas Instruments OMAP (Open Multimedia Application Platform) ist rund um die ARM-Architektur angelegt. (as)