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ARM stellt lizenzierbaren DSP-Kern vor

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ARM, bekannt für seine RISC-Cores, stellt mit dem OptimoDE einen konfigurierbaren DSP-Kern vor. Mit dem neuen Kern will ARM die Lücke zwischen herkömmlichen DSPs, die zwar flexibel, aber langsam und groß sind, und kundenspezifischen Chips (ASICs) schließen. Chips mit OptimoDE-Kern sollen bei ähnlicher Leistungsfähigkeit nur etwa zehn Prozent mehr Chipfläche als entsprechende Speziallogik benötigen.

Zu dem IP-Core, dessen Lizenzmodell laut Aussagen des Herstellers an das der ARM-9-Cores angelehnt ist, gehört auch eine komplette Entwicklungsumgebung. In dieser kann der Kunde sowohl nach Bedarf einzelne Funktionsblöcke für seinen Chip auswählen, als auch die Definitionsdateien für den integrierten Compiler erstellen. Aus dieser Datei liest der C/C++-Compiler aus, welche kundenspezifischen VLIW-Befehle das jeweilige Design unterstützt und optimiert den Code dann entsprechend.

Über einen AMBA-Bus lassen sich die OptimoDE Data Engines mit anderen IP-Cores, wie ARM-9-Kernen, Peripherie-Modulen (Ethernet, USB, RAM-Interfaces) und eigener Logik kombinieren. Dadurch sollen kostengünstige Ein-Chip-Designs für Mobiltelefone, Hörgeräte oder andere Produkte, die hohe Anforderungen an die Datenverarbeitung stellen, möglich werden. Das Know-how für die neue Chip-Familie hat ARM Mitte 2003 mit dem Kauf des belgischen Zweigs der Firma Adelante erworben. Adelante hatte dort die A|RT-Technologie, auf der der neue Kern aufbaut, für den Einsatz in Co-Prozessoren entwickelt.

Das genaue Lizenzmodell will ARM zusammen mit der Markteinführung der kompletten Umgebung anfang des dritten Quartals 2004 bekannt geben. Davor erhalten nur einige so genannte Lead Customers Zugang zu den Tools. (bbe)