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AT&T macht Googles Glasfaserangebot weiter Konkurrenz

Nach Austin in Texas bekommt Google Fiber jetzt auch in Kansas City von AT&T direkte Konkurrenz beim Thema Hochgeschwindigkeits-Internet per Glasfaser.

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Glasfaser

Google Fiber hat mit U-verse with AT&T GigaPower Konkurrenz bekommen.

Google dürfte derzeit ein Déjà-vu erleben: Der US-Konzern hatte mit Fiber seine bis zu 1 GBit/s schnellen Glasfaserverbindungen in Kansas City zur Verfügung gestellt. Nun bietet der Telekommunikationskonzern AT&T mit U-verse with AT&T GigaPower einen Glasfaserdienst in der Stadt an, der ebenfalls Downloadraten von bis zu 1 GBit/s ermöglichen soll. Ganz ähnlich verhielt es sich vergangenes Jahr bereits in Austin, Texas. Dort führte AT&T seinen Gigabit-Service ebenfalls ein, nachdem Google begonnen hatte Fiber anzubieten.

Beide Dienste werden für 70 US-Dollar im Monat angeboten. Der Unterschied liegt im Detail: Der Service von AT&T zeichne nach Angaben von Ars Technica mit seinem "Internet Preferences"-Programm das Surfverhalten des Nutzers auf – ungeachtet der Privatsphäre-Einstellungen des Browsers. Nach Angaben von AT&T werden dabei unter anderem besuchte Webseiten und deren Nutzungsdauer, angeklickte Links, eingeblendete Werbung und Suchbegriffe aufgezeichnet und zur programminternen Analyse weitergeleitet. Wer an dem Programm nicht teilnehmen möchte, muss monatlich zusätzlich 29 US-Dollar zahlen. Aber selbst dann behält es sich AT&T nach seinen Nutzungsbestimmungen vor, Daten zur Internetnutzung zu sammeln und zu verwerten.

Google erklärte gegenüber Ars Technica, das Surfverhalten von Fiber-Nutzern nicht zu tracken. Dafür sammle man aber Informationen über das Nutzungsverhalten seiner Webangebote wie beispielsweise YouTube. Zudem weist Google in seinen Fiber-Datenschutzbestimmungen darauf hin, dass über den Dienst zusätzliche Informationen gesammelt würden.

Google hatte Fiber jüngst für die vier Regionen Nashville, Atlanta, Charlotte und Raleigh-Durham angekündigt. Es bleibt abzuwarten, ob AT&T dort auch aktiv wird – zumindest in Raleigh-Durham sei der Service nach Angaben des Unternehmens bereits zu haben.

Siehe dazu auch bei c't:

(mre)

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