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AT&T und NTT beteiligen sich am Trans-Pacific-Express

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Die beiden größten Telekommunikationskonzerne der USA und Japans, AT&T und NTT, haben sich einem Konsortium angeschlossen, das seit Ende 2006 ein neues Unterwasser-Glasfaserkabel von Nordamerika quer durch den Pazifik nach Asien verlegt. Das rund 18.000 Kilometer lange und mehr als 500 Millionen US-Dollar teure Trans-Pacific Express Cable Network (TPE) sollte die USA zunächst nur mit China, Südkorea und Taiwan verbinden.

Mit dem Einstieg von NTT Communications wurde jedoch eine zweite Projektphase zur Planung einer Abzweigung nach Japan vereinbart. Während die Hauptroute von Nedonna Beach (US-Bundesstaat Oregon) nach Qingdao und Chongming in China bereits zu den Olympischen Sommerspielen in Peking (8. bis 24. August) in Betrieb genommen werden soll, ist die Inbetriebnahme des Abschnitts nach Japan für Anfang 2009 geplant.

Anschließend soll eine zusätzliche Verbindung von Japan nach Kalifornien verlegt werden, deren Fertigstellung für Anfang 2010 geplant ist. Der Trans-Pacific-Express soll später eine Übertragungskapazität von 5,12 Terabit pro Sekunde haben. Beteiligt sind an dem Mammut-Projekt auch die US-Telefongesellschaft Verizon, China Telecom, China Netcom, China Unicom, Korea Telecom sowie die taiwanische Chunghwa Telecom.

NTT Communications, das als TIER1 Carrier bereits ein riesiges Global IP Network (GIN) mit Stützpunkten in 21 Ländern betreibt, werde in Shinmaruyama nahe Tokio eine neue Landungsstelle bauen und managen, teilte der japanische Konzern mit. Die Landungsstelle biete flexible Verbindungen zu anderen wichtigen Unterseekabeln in der Region.

AT&T will sich mit dem Einstieg in das Konsortium vor allem zusätzliche Übertragungskapazitäten auf der Nordamerika-Asien-Strecke sichern. Bereits jetzt ist der Konzern eigenen Angaben zufolge an mehr als 70 Unterwasserkabelnetzen beteiligt oder hat sich Bandbreiten auf den Kabeln gesichert. Anfang des Monats kündigte AT&T an, allein im Jahr 2008 rund eine Milliarde US-Dollar in die Ausweitung seiner globalen Netzinfrastruktur investieren zu wollen. (pmz)