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ATI vervierfacht seinen Marktanteil bei PC-Chipsätzen

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Der Gesamtmarkt für [# 1496 PC-Chipsätze] ist im ersten Quartal 2006 gegenüber dem vorangegangenen vierten Quartal 2005 um 12 Prozent auf 67,3 Millionen Stück geschrumpft. Dies berichtet X-bit labs unter Berufung auf eine Studie von Mercury Research. Diese auf die Erhebung von Marktdaten für PC-Chipsätze und -Zubehör spezialisierten Analysten stellen ihre Ergebnisse allerdings ausschließlich zahlenden Kunden zur Verfügung. Laut X-bit labs, denen eine solche Studie offenbar vorliegt, hat keines der genannten Unternehmen eine Stellungnahme zu der Markterhebung abgegeben.

Dem Bericht zufolge behält Intel mit 57 Prozent den mit Abstand größten Marktanteil, doch sind die Kalifornier weit von den Werten entfernt, die sie Anfang 2005 mit Marktanteilen von über 80 Prozent innehatten. Dies führt X-bit labs auf den Rückzug von Intel aus dem Geschäft mit preiswerten Prozessoren zurück.

Der taiwanische Hersteller Via Technologies behauptet im Jahresvergleich seinen Marktanteil von 15 Prozent. Die kanadische ATI Technologies, die kürzlich einen Umsatzrekord aufstellte, konnten ihren Marktanteil auf 12 Prozent gegenüber 3 Prozent ein Jahr zuvor vervierfachen. Einer der Gründe für den ATI-Erfolg, der bereits im Dezember vorausgesagt worden war, liegt sicherlich darin, dass auch Intel auf einigen der unter eigener Marke verkauften Lowcost-Mainboards zurzeit ATI-Chipsätze verbaut. Intel möchte aber die Produktionskapazität für eigene Chipsätze im Laufe des Jahres deutlich steigern.

Im ersten Quartal 2006 konnte ATI aber jedenfalls an Nvidia vorbeiziehen. Deren Marktanteil fiel – trotz der ULI-Übernahme – auf 9 Prozent. Auch Silicon Integrated Systems (SiS) musste Einbußen hinnehmen und liegt nun bei 6 Prozent Marktanteil.

Die Mehrzahl der Chipsätze war für Intel-Prozessoren wie Pentium 4 oder Celeron bestimmt, aber immerhin rund 21 Prozent auch für AMD64-Prozessoren (was mit den Angaben zum Marktanteil der AMD-Prozessoren korrespondiert, die allerdings ebenfalls von Mercury Research stammen). Von diesen wiederum wurden die meisten, nämlich 42 Prozent, mit Nividia-Chipsätzen ausgestattet, 28 Prozent der AMD-Mainboards wurden von ATI bestückt. (ssu)