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AV-Receiver im Test: Toller Atmos-Sound dank ausgefeilter Raumkorrektur

AV-Receiver im Test: Toller Atmos-Sound dank Raumkorrektur

Moderne AV-Receiver werben mit neuen 3D-Sound-Formaten wie Dolby Atmos, DTS:X und Auro 3D. Doch entscheidend für die Klangqualität sind vor allem die Raum-Einmessprogramme.

Das Computermagazin c't hat in seiner aktuellen Ausgabe AV-Receiver für 3D-Sound getestet. Die Geräte beherrschen die neuesten Tonformate wie Dolby Atmos DTS-X und Auro 3D: Mit bis zu elf Lautsprechern hüllen sie den Zuhörer von allen Seiten ein – auch von oben an der Decke. Selbst für Experten ist es allerdings schwierig, im Format-Dschungel den Überblick zu behalten. Hinzu kommen noch die unterschiedlichen Aufstellungsvarianten der Lautsprecher, die entweder an den Seiten hängen, direkt unter der Decke spielen oder aber ihren Schall von unten über eben diese reflektieren.

Damit es daheim so gut (oder noch besser) klingt wie im Kino, müssen die Lautsprecher penibel eingemessen werden. AV-Receiver machen das automatisch und gleichen so die schlechte Raumakustik in Wohnzimmern aus. Dafür messen die Receiver mit Hilfe eigener Testsignale den Abstand und die Lautstärke der einzelnen Lautsprecher sowie deren von der Raumakustik verbogenen Frequenzgänge.

Im Test von vier Modellen der gehobenen Preisklasse zwischen 1000 und 2000 Euro hat das Computermagazin c't jedoch enorme Unterschiede festgestellt: Manche Modelle versuchen, die Raumakustik mit einfachen Equalizern anzupassen und scheitern damit kläglich. Andere arbeiten mit variablen Frequenzen, messen neben der Entfernung auch die Winkelrichtung oder gleichen stehende Wellen im Bassbereich aus.

So rückt Denons Messsystem Audyssey MultEQ XT32 den Frequenzgang mit tausenden kleinen Filtern gerade, während Yamaha eine exakte Positionsvermessung der Lautsprecher anbietet. Einige Modelle können den Bass sogar so gut zähmen, dass in hellhörigen Wohnungen der Nachbar nicht gestört wird. Genau hier trumpfen manch teurere Modelle gegenüber billigeren Angeboten auf.

Dolby-Atmos-Receiver im Test – c't Redakteur Hartmut Gieselmann erklärt, wie die Raumkorrektur moderner AV-Receiver arbeitet.

Das Thema 3D-Sound im Heimkino erfreut sich wachsender Beliebtheit und inzwischen ist auch das Angebot an Filmen mit Dolby Atmos und DTS:X auf über hundert Titel gewachsen. Vertrieben werden die Filme meist auf Blu-ray Disc und UHD-Blu-ray; aber auch die ersten Spiele und Streaming-Angebote sind mit Atmos-Sound erhältlich. Falls ein Film und ein Spiel kein 3D-Format unterstützen, lassen sich die fehlenden Atmosphäre-Effekte von der Zimmerdecke mit sogenannten Upmixern emulieren.

Einen Überblick über die verschiedenen Formate, Aufstell-Optionen, die nötige Hardware, den Test der Einmessprogramme der AV-Receiver und Tipps zum Setup finden Sie in der aktuellen c't 26/17:

(hag[3])

URL dieses Artikels:
http://www.heise.de/-3918661

Links in diesem Artikel:
[1] https://www.heise.de/ct/ausgabe/2017-26-3D-Ton-Formate-Setups-Inhalte-Aussichten-3908626.html
[2] https://www.heise.de/ct/ausgabe/2017-26-AV-Receiver-fuer-Dolby-Atmos-und-DTS-X-im-Vergleich-3906516.html
[3] mailto:hag@ct.de