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AVM demonstriert VDSL-Vectoring mit gemischter Netzwerkinfrastruktur

Router der Fritzboxreihe von AVM arbeiten in einem Pilotprojekt des Internetanbieters Inexio erfolgreich mit VDSL-Anschlüssen zusammen, die auf Vectoring umgestellt wurden.

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Im einem Pilotprojekt des saarländischen Internetanbieters Inexio laufen erstmals Router der Fritzbox-Reihe im Vectoring-Betrieb. Sie versorgen seit Ende 2013 in Heidelberg mehr als 150 Haushalte eines Hochhauses. Hierzu tauschte Inexio die Line-Cards des DSLAM (Digital Subscriber Line Access Multiplexer) gegen Vectoring-fähige Einheiten von Alcatel Lucent aus. Die Kunden, die Vectoring erhalten haben, nutzten im Rahmen ihrer VDSL-Verträge die Fritzbox-Modelle 7360 oder 7390. Diese wurden für das Pilotprojekt nachträglich mit Firmware für Vectoring ausgerüstet. Darüber hinaus sind die Modelle 7490, 7362, 3390 und 3370 für Vectoring ausgelegt.

Bemerkenswert an diesem Pilotprojekt ist, dass Line-Cards des Netzwerkausrüsters und die Fritzbox-Modelle mit Chipsätzen verschiedener Hersteller ausgestattet sind. Sie belegen, dass Vectoring wie gefordert auch in gemischter Netzinfrastruktur funktioniert.

Vectoring verdoppelt die Datenrate: AVM und Inexio demonstrieren in Heidelberg, wie sich die Datenrate von VDSL-Anschlüssen von 50 MBit/s auf 100 MBit/s steigern lässt.

Beim Vectoring müssen sowohl der DSLAM, der Signale aus dem Betreibernetz über die Telefonleitungen an die Teilnehmeranschlüsse schickt, als auch die Endgeräte Vectoring beherrschen. Ist das der Fall, mindert die Technik die Übersprechstörungen im Kabelbündel. So steigt der Signal-Rauschabstand und damit letztlich die maximal mögliche Datenrate. Ohne Vectoring betrug die Leitungskapazität der Heidelberger DSL-Anschlüsse durchschnittlich 79 MBit/s. Das genügt für 50-MBit/s-Tarife. Mit Vectoring beträgt die mittlere Leitungskapazität 126 MBit/s. So kann der Netzbetreiber die bisherige, tariflich zugesicherte Maximalstufe von 50 MBit/s auf 100 MBit/s pro Anschluss verdoppeln.

Inexio bewertet das Pilotprojekt als wichtigen Schritt für die Versorgung der Region mit schnellen Internetanschlüssen. "Das Projekt zeigt, dass sich VDSL-Vectoring sehr schnell und erfolgreich an
bestehenden Anschlüssen realisieren lässt. Problemlos ließen sich die Anschlüsse auf 100 MBit/s setzen – und das allein mit einem Software-Update", sagt Christoph Staudt, Geschäftsführer Technik bei Inexio. (fkn)