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AVM kündigt weitere Fritzbox und Smart-Home-Zubehör an

Darunter ist der erste intelligente Heizkörperregler von AVM wie auch eine neue MyFritz-App und ein Ausblick auf ein smartes FritzOS.

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IFA: AVM kündigt zwei weitere Fritzboxen und Smart-Home-Zubehör an

Fritz-DECT 300: Erster Heinzungsregler von AVM, der sich per Funk etwa von einem Smartphone aus fernsteuern lässt. Als Vermittler ist eine Fritzbox mit DECT-Funk erforderlich.

(Bild: AVM)

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AVM FRITZ!Box 6430 Cable
AVM FRITZ!Box 6430 Cable ab € 121,99

Messepremiere auf der Berliner IFA feiern mehrere neue Fritz-Produkte des Berliner Herstellers AVM: Mit der Fritzbox 6430 Cable erweitert der Hersteller sein Portfolio an Modellen für den Kabelanschluss. Mit dem Fritz-WLAN Stick AC 430 lassen sich PCs und Notebooks auf die neue WLAN-Technik mit Multi-User-MIMO aufrüsten. Fritz-Powerline 1260E ist ein Kombi aus WLAN-Access-Point und Powerline-Modem für die Stromleitung und Fritz-DECT 300 ist der erste Heizkörperregler aus dem Hause AVM. Bis auf Fritz-Powerline, dessen Marktstart noch nicht feststeht, sollen die Messeneuvorstellungen im vierten Quartal in den Handel kommen. Neu ist außerdem die MyFRITZ!App 2, mit der sich Fritzbox-Router zu Hause und unterwegs steuern lassen.

Ein Routerchen für Kabelanschlüsse: Die Fritzbox 6430 bringt mit Gigabit-Switch, Tk-Anlage und WLAN-Modul einige wichtige Elemente einer Kommunikationszentrale mit, bleibt aber in Preis und Ausstattung deutlich hinter den Top-Modellen von AVM zurück.

(Bild: AVM)

Die Fritzbox 6430 Cable bündelt bis zu 16 Down- und 4 Uplink-Kanäle und liefert so an Kabelanschlüssen zum Teilnehmer hin bis zu 880 MBit/s (aktuelle Kabelnetze sind für bis zu 400 MBit/s ausgelegt). In Richtung Internet befördert der Router bis zu 120 MBit/s. Im Heimnetz erreicht er mittels 802.11n-WLAN und 3-Stream-MIMO im 2,4-GHz-Band Brutto bis zu 450 MBit/s. An Bord sind außerdem vier Gigabit-LAN-Anschlüsse, zwei USB-2.0-Ports, eine DECT-Telefonanlage sowie zwei Anschlüsse für analoge Geräte, also Telefon oder Fax (a/b-Ports). Die Fritzbox 6430 soll für 159 Euro in den Handel kommen.

Fritz-DECT 300 ist ein Heizkörperregler, der für Funkbefehle von der Fritzbox ausgelegt ist (DECT ULE). Die Steuerung erfolgt wahlweise per Browser vom PC aus, per App vom Smartphone oder Tablet oder über ein Fritz-Fon. AVM hat dem Regler unter anderem Funktionen für individuelle Zeitprogramme, Fenster-offen-Erkennung, Tastensperre und Kalkschutz spendiert. Die Montage an gängigen Heizkörperventilen sei einfach und neue Leistungsmerkmale seien später per Update möglich. Der Preis für Fritz-DECT 300 beträgt 59 Euro.

Fritz-DECT 210: Eine Steckdose mit Spritzwasserschutz und Funksteuerung von Geräten in Haus und Garten.

(Bild: AVM)

Die per DECT-Funk schaltbare Steckdose Fritz-DECT 210 hat AVM für den Betrieb im Freien ausgelegt. So lasse sich das Heimnetz auf den Garten erweitern, fügt der Hersteller an. Man könne beispielsweise Springbrunnen, Lichterketten oder Rasensprenger und diverse weitere Geräte manuell oder automatisch ein- und ausschalten und man kann Energieverbrauch und die Umgebungstemperatur messen und aufzeichnen – per DECT-Telefon, PC, Smartphone oder Tablet. Das Gerät ist gemäß der Schutzklasse IP44 gegen Spritzwasser geschützt und soll 59 Euro kosten.

Fritz-Powerline 1260E vernetzt Geräte über Steckdose und Stromleitung mit dem Heimnetz. Das Powerline-Modem erreicht auf der Stromleitung Bruttoraten bis 1200 MBit/s. Der integrierte Access-Point liefert im 5-GHz-Band per 802.11ac bis zu 866 MBit/s und im 2,4-GHz-Band bis zu 300 MBit/s (2-Stream-MIMO; 400 MBit/s, wenn 256QAM eingeschaltet werden kann). Ein Netzwerkgerät ohne WLAN lässt sich über einen Gigabit-LAN-Anschluss ankoppeln; wenn mehr als ein Gerät angeschlossen werden soll, muss man in einen Switch investieren. AVM hat bisher weder den Marktstart noch den Preis festgelegt.

Multiplexing on a stick: Mit dem USB-Steckerchen lassen sich PCs oder Laptops für die gleichzeitige Mehrfach-Ausstrahlung von Daten aufrüsten (Multi-User MIMO). Alle zuvor entwickelten WLAN-Spezifikationen nutzen ein älteres Multiplex-Verfahren, bei dem ein Router mehrere Geräte immer nur nacheinander mit Daten versorgen kann.

(Bild: AVM)

Der Fritz-WLAN Stick AC 430 funkt entweder im 5-GHz-Band mit bis zu 433 MBit/s oder im 2,4-GHz-Band (bis zu 150 MBit/s per 802.11n, Single-Stream-MIMO). Den WLAN-Strom verschlüsselt der USB-Stick wie üblich mittels WPA2. Der Preis steht noch nicht fest.

Mit der neuen MyFritz-App 2 können Fritzbox-Anwender zu Hause und unterwegs per Android-Smartphone oder -Tablet auf ihr Heimnetz zugreifen. Die kostenlose App benachrichtigt umgehend über Anrufe, Sprachnachrichten oder andere Ereignisse im Heimnetz. Laut Hersteller könne man damit "von überall" auf Fotos, Musik und andere auf der Fritzbox gespeicherte Daten zugreifen und Fritz-Steckdosen, -Heizkörperregler, den im Router integrierten Anrufbeantworter sowie die Rufumleitungen der im Router eingebauten Tk-Anlage fernsteuern.

Die nächste FritzOS-Version soll laut Plänen Daten von weiteren Sensoren auslesen können. Gemeint sind Tür- oder Fensterkontakte, die mittels HAN-FUN kommunizieren, einer Erweiterung des DECT-ULE-Standards. Die FritzFon-Modelle erhalten einen neuen Smart-Home-Startbildschirm und der in der Steckdose Fritz-DECT 200 bereits ab Werk integrierte akustische Sensor werde demnächst aktiviert. Lampen oder andere daran angeschlossene Geräte könne man dann auch über akustische Signale wie Klatschen oder Klopfen schalten. Zusätzlich werden aktuelle Fritzboxen ab der kommenden FritzOS-Version für den Betrieb von CAT-iq-2.0-fähigen DECT-Telefonen ausgelegt.

Auf der IFA stellt AVM außerdem die neue, bereits im Handel erhältliche Fritzbox 4040 vor. Laut Hersteller handelt es sich dabei um den großen Bruder der kleinen, ebenfalls Modem-losen Fritzbox 4020. Entsprechend sind beide Ergänzungen für Anschlüsse, die mit Modems betrieben werden (Kabel, DSL oder Glasfaser). Die Fritzbox 4040 hat zwei Sendeempfangszüge für maximal zwei räumlich getrennte Übertragungskanäle an Bord (2-Stream-MIMO). Sie liefert im 5-GHz-Band Bruttoraten bis 866 MBit/s gemäß der IEEE-Norm 802.11ac. Im 2,4-GHz-Band sind es gemäß 802.11n 300 MBit/s. Mit dem proprietären Nachbrenner 256QAM schaltet die 4040 bei geeigneten Gegenstellen und sehr guter Funkqualität auf bis zu 400 MBit/s noch. Über den Gigabit-Switch lassen sich bis zu vier Geräte per Ethernet anbinden.

Im Handel erhältlich sind außerdem die ebenfalls auf der IFA präsentierten neuen Fritzbox-Modelle 7560 und 7580. AVM stellt auf dem Messestand in Halle 17 aus. (dz)