Menü

AVM verbessert Fritzbox-Router für stationäres LTE

Mit einer erweiterten Betriebssystemversion sollen die Router unter anderem helfen, den vor Ort günstigsten LTE-Tarif zu finden. Technisch spannend erscheinen Verbesserungen für den Betrieb mit festen öffentlichen IP-Adressen und das Roaming.

Von
vorlesen Drucken Kommentare lesen 50 Beiträge
AVM verbessert Fritzbox für stationäres LTE

Ungewöhnlich für stationäre LTE-Router: Mit der neuen Betriebssystemversion können sich LTE-Fritzboxen auch in fremde Netze einbuchen – sofern sich die Netzbetreiber am LTE-Roaming beteiligen.

(Bild: AVM)

Mit dem neuen Betriebssystem FritzOS 6.21 erweitert der Berliner Routerhersteller AVM den Funktionsumfang von Fritzbox-Modellen, die für den Internet-Zugang und die Telefonie mittels stationärem LTE ausgelegt sind. Das sind die Modelle 6840 LTE, 6842 LTE und 6810 LTE.

Mit FritzOS 6.21 kann eine Fritzbox LTE jetzt ermitteln, welchen maximalen Datendurchsatz eine LTE-Zelle am jeweiligen Standort des Nutzers liefert. Das kann man nutzen, um den günstigsten Tarif zu ermitteln. Außerdem erhöht das Software-Update bei ungünstigen Empfangslagen die Übertragungsgeschwindigkeit und verbessert die Interoperabilität mit dem LTE-Netz, indem netzspezifische Besonderheiten der Anbieter besser berücksichtigt werden.

Über die Option "Zugangsdaten verwenden" lassen sich LTE-Zugangspunkte nutzen, die anders als gewohnt nicht nur eine Authentifizierung anhand der eingesetzten SIM-Karte erwarten, sondern auch eine PPP-Authentifizierung (Point-to-Point Protocol). Einige Provider setzen PPP ein, um LTE-Tarife mit festen öffentlichen IP-Adressen anzubieten, die beispielsweise manche VPN- oder Geschäftsanwendungen erfordern. Die ursprünglich nur für den stationären Betrieb gedachten Router beherrschen jetzt auch die Roaming-Technik, um sich in fremden LTE-Netzen einzubuchen. In Ländern, in denen LTE-Provider Roaming zulassen, können sich die Router im vor Ort jeweils besten LTE-Netz einbuchen.

Internet-Zugang über stationäres LTE: Die Fritzboxen beziehen bis zu 150 MBit/s und senden bis zu 50 MBit/s. An Bord ist unter anderem eine DECT-Tk-Anlage für die Festnetz-Telefonie mittels der VoLTE-Technik.

(Bild: AVM)

Die Modelle 6840 LTE und 6842 LTE sind für LTE in 800-, 1800- und 2600-MHz-Netzen ausgelegt, also die, die aktuell in Deutschland überwiegend für LTE eingesetzt werden. Das Modell 6810 LTE eignet sich nur für den 800- und 2600-MHz-Betrieb. Alle drei beziehen aus dem LTE-Netz maximal 150 MBit/s. Die aktuell höchsten Geschwindigkeiten der LTE-Advanced-Technik, welche in Deutschland bislang nur im Telekom-Netz erhältlich sind, können die Geräte also nicht ausschöpfen. Sie haben WLAN gemäß der IEEE-Spezifikation 802.11n mit (max. 300 MBit/s) und eine DECT-Telefonie-Basisstation nebst Anrufbeantworter an Bord. Die Fritzboxen 6840 und 6842 haben zusätzlich Analoganschlüsse für Telefone oder Faxgeräte. Eine vollständige Übersicht hält AVM hier bereit. (dz)