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AVN: Erstes High-Definition-Video on Demand ist ein Porno

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Im Rahmen der parallel zur CES in Las Vegas stattfindenden AVN Adult Entertainment Expo hat Digital Playground als nach eigenen Angaben erstes Unternehmen ein hochaufgelöstes Video als Video on Demand ins Angebot genommen. Konkret handelt es sich um eine rund elf Minuten lange Szene aus dem Video Island Fever 3, das wiederum als erste Pornoproduktion auf WMV-HD-DVD erschienen ist. Anwender sollen den etwa 500 MByte großen Ausschnitt mit einer Bildauflösung von 1280 × 720 Pixel bei AdultDVDEmpire ab sofort für rund 15 US-Dollar herunterladen und 30 Tage lang anschauen können. Digitales Rechtemanagement verhindert danach eine weitere Wiedergabe.

Im Gespräch mit heise online erläuterte Island-Fever-3-Regisseur Joone, dass ihm die Idee zur Produktion hochaufgelöster Pornofilme gekommen sei, nachdem er auf dem Discovery-Channel Dokumentationen in High Definition gesehen habe. Digital Playground nehme mittlerweile alle Filme in HD-Auflage auf, um in Zukunft wettbewerbsfähig zu bleiben, denn wenn die Mehrheit der Zuschauer den Schritt zu HDTV durchgeführt hätte, würden Produktionen in Standard-Aufnahmen drastisch an Wert verlieren.

Joone widersprach Darstellungen, wonach HD-Produktionen generell mehr Probleme bereiten, da die Zuschauer jeden Schönheitsfehler entdecken würden. Zwar habe auch er seinen Darstellern an Beispielen gezeigt, dass sich Patzer bei den HD-Versionen stärker rächten als bei den Fassungen in Standardauflösungen. Er bezweifelte aber, dass sich Kinoproduktionen deswegen umstellen müssen: Immerhin nehme man hier auf 35-mm-Film mit einer wesentlich höheren Auflösung auf und orientiere sich nur an der großen Leinwand, so Joone. Bei den Produktionen von Digital Playground setze man wiederum bei der Maske die selben Tricks ein wie Hollywood.

Schließlich sprach sich der Regisseur bei professionellen Produktionen gegen den Einsatz von HD-DV-Kameras aus. Zwar suggerierten deren Hersteller gerne, dass es sich dabei um Geräte handele, die an professionelle Modelle heranreichten. Tatsächlich ließen sich lediglich Aufnahmen mit höherer Auflösung machen, deren Bildqualität ansonsten aber der des gewöhnlichen DV-Standard entspreche. Er setze daher nur professionelle Kameras zum Preis jenseits von 100.000 US-Dollar ein, die den Aufnahmen einen richtigen "Film-Look" gäben, so Joone. (nij)

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