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AWS: US-Kartellbehörde prüft Amazons Cloud-Geschäfte

Die US-Kartellbehörde prüft, ob Amazon Web Service wettbewerbswidrig arbeitet. Softwareunternehmen sollen Angaben zu Amazons Praktiken machen.

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(Bild: Eric Broder Van Dyke/Shutterstock.com)

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Amazons Cloud-Geschäfte stehen nun auch im Visier der US-Kartellbehörde, die nun prüft, ob der Amazon Web Services (AWS) wettbewerbswidrig arbeitet. Das berichtet zumindest die Nachrichtenagentur Bloomberg. Auf deren Nachfrage habe aber weder die Kartellbehörde noch Amazon die Prüfung bestätigt – beide wollten den Bericht demnach nicht kommentieren.

Laut Bloomberg sollen Softwareunternehmen, die Amazon Web Services nutzen, Angaben zu den Praktiken des Konzerns machen. In dem Bericht heißt es weiter, es gehe um eine Ausweitung der Untersuchung Amazons um den wichtigen Cloud-Bereich des US-Konzerns. Als Quellen werden Personen genannt, die mit dem Fall vertraut seien, aber nicht öffentlich darüber sprechen dürften.

Die US-Regierung ermittelt bereits gegen Amazon, Facebook, Google und Co. So hat das Justizministerium eine kartellrechtliche Untersuchung "marktführender Online-Plattfomen" eingeleitet, die es zunächst nicht namentlich nannte. Allerdings sind die Werkzeuge der Kartellbehörde nicht direkt auf die Dienste ausgelegt. Klassische Kontrollen von Preissteigerungen, die den Verbraucher schädigen, können hier kaum angewandt werden.

Amazon fordert derzeit eine Überprüfung der Cloud-Computing-Auftragsvergabe des Pentagons an Microsoft. Laut eines Amazon-Sprechers sei der AWS der klare Marktführer im Cloud Computing, eine detaillierte Bewertung hätte zu einem anderen Ergebnis der Vergabe geführt. Auf seiner Kundenveranstaltung re:lnvent stichelte das Unternehmen zuletzt gegen die Konkurrenz: IBM, Oracle und Microsoft gehörten in den Entrümplungsverkauf: Der eigene Marktanteil liege bei fast 48 Prozent.

(emw)