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Ab Anfang 2018: Grafikkarten mit superschnellem GDDR6-Speicher

2018 sollen Grafikkarten mit dem besonders schnellen GDDR6-Speicher erscheinen. Der Speicher erlaubt Transferraten von bis zu 768 GByte/s.

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(Bild: SK Hynix)

Highend-Grafikkarten mit neuem und besonders schnellen GDDR6-Videospeicher sollen Anfang des Jahres 2018 erscheinen. Dies geht aus einer Pressemitteilung des Speicherherstellers SK Hynix hervor, die allerdings weder einen Hersteller noch eine konkrete Kartenbezeichnung nennt. Mit GDDR6-Speicher sollen besonders hohe Datentransferraten von bis zu 768 GByte/s möglich sein – davon profitieren besonders aufwendige 3D-Spiele in Auflösungen ab 4K und anspruchsvolle Profi-Anwendungen.

Die von SK Hynix erwähnten 768 GByte/s sollen durch eine Datenrate von 16 GBit/s und einer Speicheranbindung über 384 Datenleitungen zustande kommen. Laut SK Hynix ist GDDR6 allerdings noch nicht als Standard bei der JEDEC spezifiziert – der Prozess laufe noch. Im Vergleich zu GDDR5 soll GDDR6 doppelt so schnell laufen – und das bei einer um 10 Prozent geringeren Versorgungsspannung. So soll GDDR6 nicht nur GDDR5 ablösen, sondern auch den vergleichsweise jungen GDDR5X-Speicher, der derzeit etwa auf Nvidias GeForce GTX 1080, Titan X Pascal und GeForce GTX 1080 Ti zum Einsatz kommt.

SK Hynix zufolge soll GDDR6 auf besonders anspruchsvolle Anwendungsgebiete abzielen, etwa die künstliche Intelligenz (Artificial Intelligence/Deep Learning), Virtual Reality, Autonomes Fahren und super-hochaufgelöstes 3D-Gaming.

Möglicherweise könnte Nvidia der von SK Hynix nicht näher genannte Kunde sein, der GDDR6-High-End-Grafikkarten Anfang 2018 herausbringen will. Gerüchten zufolge will die Firma noch in diesem Jahr die nächste Grafikkarten-Generation Volta ankündigen. Durchaus denkbar ist, dass analog zum Pascal-Launch die schnellsten Volta-Karten für Workstation/Deep-Learning-Anwendungen mit HBM2-Speicher erscheinen, während High-End-Gamerkarten auf GDDR6-Speicher setzen. Konkurrent AMD plant bis Ende Juni erste Grafikkarten der neuen Vega-Generation herauszubringen, die den Stapelspeicher HBM2 einsetzen sollen. (mfi)