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Ab März kein Skype-Client mehr für Linux?

Eine Mail von Microsoft gibt der Linux-Community Rätsel auf: Möglicherweise steht der native Skype-Client für Linux vor dem Aus.

Ab März kein Skype-Client mehr für Linux?

Bald Geschichte? Eine E-Mail von Skype legt nahe, dass es in Kürze keinen nativen Linux-Client mehr gibt.

(Bild: Skype)

Microsoft plant, seinen Instant-Messaging-Client Skype von der bisherigen Peer-to-Peer Architektur auf eine Cloud-Struktur umzustellen. Im Zuge dessen werden einige ältere Versionen des Skype-Clients für Desktop-Computer deaktiviert, sodass sich Nutzer mit ihnen ab dem 1. März 2017 nicht mehr anmelden können. Daher verschickt Microsoft aktuell E-Mails mit dem Betreff "Final reminder to update Skype; your desktop version ends soon", die auf diesen Umstand hinweisen, und fordert Anwender zum Upgrade auf eine neue Version auf.

Neben den älteren Clients für Windows und macOS wird allerdings auch die Linux-Version 4.3 erwähnt. Das Problem: Dabei handelt es sich bereits um die aktuelle Version des Clients, eine neue wird nicht angeboten. Damit ist unklar, ob sich Nutzer des Linux-Clients ab Anfang März überhaupt noch damit anmelden können.

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Auch ein Blog-Eintrag beim Skype-Entwickler bringt keine Klarheit, denn während dort die Client-Versionen für Windows (bis 7.16) und macOS (7.0 bis 7.18) genannt werden, die abgeschaltet werden, steht dort nichts über den Linux-Client. Schwacher Trost: Immerhin erklärt der Eintrag zur Cloud-Umstellung, dass es einen plattformübergreifenden Web-Client für alte Windows-Versionen, macOS und Linux geben werde.

[Update 11.02.2017 19:45] Skype bietet die Alpha-Version 1.1x eines neuen Linux-Clients an, der bereits auf WebRTC basiert. Im Prinzip handelt es sich dabei um einen Wrapper für Skype for Web und nicht wie bei der Qt-basierten Version 4.3 um einen nativen Linux-Client. Wie Nutzer berichten, funktioniert dieser nicht reibungslos. So kommen etwa Video-Telefonate mit Skype-Nutzern, die eine andere Plattform nutzen, oft nicht zustande. Die letzte als "stable" gekennzeichnete Ausgabe des Skype-Clients ist zum aktuellen Stand die "alte" Version 4.3

[Update 2, 11.02.2017 22:00] In einem Foren-Thread hat sich Skype Community-Manager Allen-S zu der Frage geäußert, ob der Linux-Client 4.3 ab dem 1. März deaktiviert werde. Seine Antwort lautete:

"...we are not currently planning to retire the build, yes. As we move forward some functions may stop working correctly on these older builds and we may have to retire those builds. Right now I am unware of any immediate plans to do so."

Skype warnt also bereits, dass gewisse Funktionen in älteren Clients bald nicht mehr funktionieren könnten und die betreffenden Versionen dann aus dem Verkehr gezogen würden. Derzeit sei dies allerdings noch nicht konkret geplant. (bkr)

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