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Abbau des AKW Biblis hat begonnen

Innerhalb von 15 Jahren sollen die Anlagenteile des Kraftwerks so weit zurückgebaut werden, dass die Gebäude und das Gelände aus dem Atomgesetz entlassen werden können.

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Abbau des AKW Biblis hat begonnen

Das AKW Biblis war von 1975 bis 2011 in kommerziellem Betrieb.

(Bild: RWE Power)

Der Abbau des stillgelegten Atomkraftwerks im hessischen Biblis hat am Donnerstag mit Vorbereitungen zum Einrichten der Baustelle begonnen. Geplant sei eine Rückbauzeit von 15 Jahren, teilte RWE Power mit. Innerhalb dieser Zeit sollen die Anlagenteile so weit zurückgebaut werden, dass die Gebäude und das Gelände aus dem Atomgesetz entlassen werden können. Das AKW war 2011 nach der Katastrophe von Fukushima erst für drei Monate und dann ganz abgeschaltet worden.

Das hessische Umweltministerium als Aufsichtsbehörde hatte für den Abbau Ende März die Genehmigung erteilt. Dagegen hatte der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) vor dem Hessischen Verwaltungsgerichtshof geklagt. Er bemängelt unter anderem, der höchstmögliche Schutz der Bevölkerung vor zusätzlicher radioaktiver Belastung sei nicht gewährleistet. Nötig seien niedrigere Strahlenschutz-Grenzwerte. Beim Abriss entstünden große Mengen radioaktiven Abfallmaterials. Das werde als nicht radioaktiv umdeklariert und lande auf Deponien, in Müllverbrennungsanlagen oder als Recyclingmaterial in Gegenständen.

Sieben AKW sind noch in Deutschland in Betrieb (7 Bilder)

Seit März 1984 ist C des AKW im bayerischen Gundremmingen in Betrieb. Block A war von 1967 bis 1977 in Betrieb. Der 1984 ans Netz gegangene Block B wurde am 31. Dezember 2017 abgeschaltet, Block C – ebenfalls 1984 in Betrieb genommen – soll 2021 folgen. (Bild: kkw-gundremmingen.de)

(mit Material der dpa) / (anw)

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