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Abermals Datenschutz-Panne bei Facebook

Facebook hat gegen den Willen der Nutzer Kontaktdaten hochgeladen. Ein Fehler, den Facebook nun einräumte und behoben hat.

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(Bild: dpa, Dominic Lipinski)

Facebook musste abermals eine Datenschutz-Panne einräumen: Seit Mai 2016 lud das soziale Netzwerk ohne Erlaubnis die E-Mail-Kontakte von bis zu 1,5 Millionen Nutzern hoch. Entdeckt hatten die Entwickler den Fehler nach einer Änderung am Anmeldeverfahren im vergangenen Monat. Facebook bestätigte den Fehler und erklärte, dass er nun behoben sei. Die Daten seien "unabsichtlich" hochgeladen worden und wurden nicht mit Dritten geteilt. Die Kontaktdaten will Facebook nun löschen und die betroffenen Nutzer benachrichtigen.

Zunächst hatte Business Insider über die Datenschutz-Panne berichtet. Die Kontaktdaten wurden in einigen Fällen bei der Bestätigung der E-Mail-Adresse eines neuen Nutzers durch Eingabe des Passworts hochgeladen. Facebook hatte die Möglichkeit, auf diese Weise das E-Mail-Konto zu bestätigen, nach Kritik von Datenschutz-Experten vor Kurzem abgeschafft. Facebook habe nicht auf den Inhalt der E-Mails der Nutzer zugegriffen, erklärte ein Unternehmenssprecher gegenüber Business Insider. Aus den Kontakte der Nutzer geht allerdings hervor, mit wem die Menschen kommunizieren.

Facebook hat die Adressbücher von 1,5 Millionen Nutzern ausgelesen. Doch die Gesamtzahl der Betroffenen ist höher, denn so mancher Nutzer hat Hunderte Kontakte in seinem Mail-Konto gespeichert. Somit sind durchaus Dutzende oder sogar Hunderte von Millionen Menschen von der Datenschutz-Panne betroffen, vermutet Business Insider. Der Facebook-Sprecher wollte keine Angaben zur Gesamtzahl machen.

Bereits in den vergangenen Jahren waren Facebook immer wieder Datenschutz-Pannen unterlaufen. Unter anderem hatten mehrere Millionen Nutzer ihre Beiträge möglicherweise ungewollt mit der ganzen Welt geteilt statt nur mit Freunden.

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(dbe)