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Abgas-Skandal: Audi-Chef soll Aufklärung behindert haben

Rupert Stadler soll laut einem Medienbericht dafür gesorgt haben, dass eine Präsentation gegenüber US-Behörden so weit gekürzt wurde, dass Manipulationen nicht mehr erkennbar waren.

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Abgas-Skandal: Audi-Chef soll Aufklärung behindert haben

Rupert Stadler

(Bild: audi.de)

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Audi-Vorstandsvorsitzender Rupert Stadler soll im Abgas-Skandal die Aufklärung durch US-Umweltbehörden behindert haben. Das gehe laut NDR, WDR und Süddeutscher Zeitung aus Zeugenaussagen hervor. Demnach soll er 2015 zusammen mit anderen Audi- und VW-Managern zu einem Treffen mit der US-Umweltbehörde EPA und der kalifornischen Behörde für Luftreinhaltung CARB nach Detroit geflogen sein. Kurz vor dem Termin am 19. November sollen Stadler und der jetzige Porsche-Entwicklungsvorstand Michael Steiner Mitarbeiter angewiesen haben, eine vorbereitete Präsentation so weit zu kürzen, dass Manipulationen nicht mehr erkennbar waren.

Steiner habe die verkürzte Version den US-Behörden dann vorgetragen. Der Audi-Chef selbst sei dem Treffen ferngeblieben und habe im Hotel gewartet. Stadler beteuerte stets, von den Abgasmanipulationen bei Audi nichts gewusst und davon erst im Nachhinein erfahren zu haben. Volkswagen und Audi hätten sich zu den Vorgängen wegen laufender Ermittlungen nicht äußern wollen.

Chronologie des Abgas-Skandals (59 Bilder)

Mitte September 2015:  Die US-Umweltschutzbehörde EPA beschuldigt den Volkswagen-Konzern, Diesel-PKWs der Baujahre 2009 bis 2015 mit einer Software ausgestattet zu haben, die die Prüfungen auf US-amerikanische Umweltbestimmungen austrickst. Zu ähnlichen Untersuchungsergebnissen ist auch das California Air Resources Board (CARB) gekommen. Beide Behörden schicken Beschwerden an VW. (Im Bild: Zentrale der EPA in Washington D.C.)
(Bild: EPA
)

(anw)

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