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Abgas-Skandal: Ex-Audi-Chef gegen Kaution auf freiem Fuß

Seit Mitte Juni sitzt Rupert Stadler in Untersuchungshaft. Nun darf der ehemalige Audi-Chef gegen Auflagen hinaus.

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Abgas-Skandal: Ex-Audi-Chef gegen Kaution auf freiem Fuß

Rupert Stadler

(Bild: dpa, Archiv)

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Der ehemalige Audi-Chef Rupert Stadler wird aus der Untersuchungshaft entlassen. Der seit dem 18. Juni dieses Jahres vollgezogene Haftbefehl werde außer Vollzug gesetzt, teilte das Oberlandesgericht München mit. Stadler habe eine Kaution zu hinterlegen.

Das Gericht gehe davon aus, dass gegen Stadler "weiterhin ein dringender Tatverdacht besteht". Auch bestehe der Haftgrund der Verdunkelungsgefahr weiter fort, wie es in einer Mitteilung des Oberlandesgerichts heißt. Stadler darf keine Personen kontaktieren, die für das Ermittlungsverfahren relevant sind.

Stadler war im Juni wegen Betrugsverdachts und Verdunkelungsgefahr im Zusammenhang mit dem Abgas-Skandal verhaftet worden. Die Ermittlungsbehörden werfen dem Audi-Chef vor, nach Bekanntwerden der Abgasbetrügereien den Verkauf von Dieselautos mit falschen Abgaswerten zugelassen zu haben. Dabei habe er von den Manipulationen gewusst oder sie bewusst ignoriert. Stadler soll zudem in einem abgehörten Telefonat erwogen haben, einen Zeugen im Ermittlungsverfahren der Stuttgarter Staatsanwaltschaft gegen Porsche zu beeinflussen. Anfang Oktober trennte sich der Volkswagen-Konzern von Stadler.

Chronologie des Abgas-Skandals (59 Bilder)

Mitte September 2015:  Die US-Umweltschutzbehörde EPA beschuldigt den Volkswagen-Konzern, Diesel-PKWs der Baujahre 2009 bis 2015 mit einer Software ausgestattet zu haben, die die Prüfungen auf US-amerikanische Umweltbestimmungen austrickst. Zu ähnlichen Untersuchungsergebnissen ist auch das California Air Resources Board (CARB) gekommen. Beide Behörden schicken Beschwerden an VW. (Im Bild: Zentrale der EPA in Washington D.C.)
(Bild: EPA
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(anw)