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Abgas-Skandal: USA fahnden angeblich weltweit nach VW-Managern

Die USA haben bei Interpol eine Ausschreibung zur Fahndung gegen fünf ehemalige VW-Mitarbeiter erwirkt, die in Deutschland wohnen. Sie sollten das Land nicht verlassen, wenn sie nicht ausgeliefert werden wollen.

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Interpol-Generalsekretariat in Lyon

(Bild: interpol.int)

Die USA fahnden weltweit nach fünf angeklagten VW-Managern im Abgasskandal. Nach Informationen von NDR, WDR und SZ haben die USA Anfang Juni bei Interpol gegen sie eine Ausschreibung zur Fahndung ("Red Notice") erwirkt. Die Interpol-Mitgliedsstaaten sind aufgefordert, die ehemaligen VW-Manager festzunehmen und an die USA auszuliefern.

Die Gesuchten seien das frühere Mitglied des VW-Markenvorstands Heinz-Jakob Neußer, der ehemalige Leiter des VW-Qualitätsmanagements Bernd Gottweis, zwei Diesel-Entwickler und ein Techniker. Gegen die fünf Männer laufen auch in Deutschland Ermittlungsverfahren.

Die USA hatten die deutschen VW-Mitarbeiter Anfang des Jahres wegen Verschwörung zum Betrug und Verstoßes gegen US-Umweltvorschriften angeklagt. Ihnen drohen bis zu fünf Jahre Haft. Da die Männer in Deutschland leben, müssen sie hier nicht befürchten, verhaftet und in die USA ausgeliefert zu werden. In anderen Ländern sieht das anders aus.

Chronologie des Abgas-Skandals (61 Bilder)

Mitte September 2015:  Die US-Umweltschutzbehörde EPA beschuldigt den Volkswagen-Konzern, Diesel-PKWs der Baujahre 2009 bis 2015 mit einer Software ausgestattet zu haben, die die Prüfungen auf US-amerikanische Umweltbestimmungen austrickst. Zu ähnlichen Untersuchungsergebnissen ist auch das California Air Resources Board (CARB) gekommen. Beide Behörden schicken Beschwerden an VW. (Im Bild: Zentrale der EPA in Washington D.C.)
(Bild: EPA
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(anw)