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Abgas-Skandal: VW hält Hardware-Nachrüstung von Dieselautos angeblich für möglich

Ein internes Papier der Entwicklungsabteilung des Konzerns soll laut einem Zeitungsbericht aufzeigen, dass es möglich sei, nachträglich eine Abgasnachbehandlung einzubauen.

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Abgas-Skandal: VW hält Hardware-Nachrüstung von Dieselautos angeblich für möglich

(Bild: dpa)

Im Zuge des Abgas-Skandals haben es Autohersteller bisher aus finanziellen und technischen Gründen abgelehnt, Dieselautos mit Hardware nachzurüsten. Ein internes Papier des Volkswagen-Konzerns soll nun aufzeigen, dass es in 70 Prozent der betroffenen Autos möglich sei, eine Abgasnachbehandlung nachträglich einzubauen, berichtet die Wochenzeitung Die Zeit, der nach eigenen Angaben eine vertrauliche Präsentation der Konzernentwicklung vorliegt.

Bei der Mehrzahl der Fahrzeuge sei eine Abgasanlage "aus dem Baukasten im Unterboden einsetzbar", heißt es demnach. Dazu zählten die VW-Modelle Passat und Golf, der Audi A3 und der Skoda Octavia. Für 30 Prozent der Modelle, darunter Audi A4/A5 und VW Polo sei eine "Neuentwicklung" der SCR-Abgasreinigung erforderlich.

Volkswagen soll die Bauteile für die Umrüstung größtenteils selbst im Angebot haben. Die Umrüstung hätte in diesem Jahr beginnen können. Der Autohersteller habe Der Zeit mitgeteilt, dass es sich vermutlich um eine Analyse handele, in der es "rein um die mechanische Einbaubarkeit" verschiedener Teile zur Abgasnachbehandlung ging. Heute sei "eine akzeptable Produktreife der Hardware-Nachrüstung kurzfristig nicht darstellbar".

Chronologie des Abgas-Skandals (59 Bilder)

Mitte September 2015:  Die US-Umweltschutzbehörde EPA beschuldigt den Volkswagen-Konzern, Diesel-PKWs der Baujahre 2009 bis 2015 mit einer Software ausgestattet zu haben, die die Prüfungen auf US-amerikanische Umweltbestimmungen austrickst. Zu ähnlichen Untersuchungsergebnissen ist auch das California Air Resources Board (CARB) gekommen. Beide Behörden schicken Beschwerden an VW. (Im Bild: Zentrale der EPA in Washington D.C.)
(Bild: EPA
)

(anw)

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