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Abgeschottetes Android für Unternehmen

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Das Start-up Optio Labs hat eine Erweiterung für das Mobilbetriebssystem Android entwickelt, mit der sich Smartphones besonders stark absichern lassen sollen, berichtet Technology Review in seiner Online-Ausgabe. Dabei werden der Zugriff auf Daten und die Nutzbarkeit der verschiedenen Gerätefunktionen unter anderem davon abhängig gemacht, wo das Handy gerade genutzt wird und ob eine weitere Person diese Verwendung genehmigt hat.

Der ungewöhnlichste Trick der Sicherheitssoftware ist die Möglichkeit, den Zugriff nur in bestimmten Räumen zu erlauben. Das Gerät würde also beispielsweise sensible Firmendaten nur anzeigen, wenn der Nutzer sich im Forschungslabor eines Unternehmens befindet. Umgekehrt lassen sich, während der Gerätebesitzer durch einen Geheimhaltungsbereich geht, Funktionen wie E-Mail, Kamera oder SMS abschalten. Technisch umgesetzt wird das alles mit Hilfe kleiner Bluetooth-Sender, die als eine drahtlose Art Hundeleine für das Handy dienen.

Soll der Nutzer nur dann auf Smartphone-Daten schauen können, wenn der Chef anwesend ist, kann dieser den Zugriff mit seinem eigenen Handy bestätigen – dazu nutzt Optio Labs die in immer mehr Geräten verbauten Near-Field-Communication-Chips.

"Man kann sich nahezu jede Regel vorstellen, es kann die GPS-Ortsinformation sein oder die Innenraumnavigation. Apps und Daten lassen sich nur in an einem Ort verwenden – und wenn man diesen verlässt, werden sie wieder gelöscht", erklärt Jules White, Computerwissenschaftler am Virginia Institute of Technology und Mitbegründer von Optio Labs.

Optio Labs verkauft sein Werkzeug inklusive der dazugehörenden "Policy-Management"-Software an Systemintegratoren und Gerätehersteller. Erste Modelle mit der Technik sollen Ende 2013 auf den Markt kommen. Wer die Kunden sind, wurde noch nicht verraten, es handelt sich aber um Firmen, die sich insbesondere auf Behördenbestellungen spezialisiert haben.

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(bsc)