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Abmahnung des Kartellamts beim Kabelnetzverkauf erwartet

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Der US-Konzern Liberty Media wird nach einem Zeitungsbericht vom Bundeskartellamt voraussichtlich noch vor Mitte Dezember eine Abmahnung für den geplanten Aufkauf von Kabelfernsehnetzen der Deutschen Telekom erhalten. Das sei das Ergebnis eines Gesprächs mehrerer Liberty-Vertreter mit dem Kartellamt in dieser Woche, berichtet die Süddeutsche Zeitung.

Bei dem Treffen hätten sich die Präsidentin von Liberty Media International, Miranda Curtis, und die Wettbewerbsbehörde nicht auf eine gemeinsame Linie beim Ausbau der Kabelnetze verständigen können, schreibt die Zeitung. Das Kartellamt dränge den US-Konzern, das Kabel zum Telefonnetz zu erweitern, damit die Telekom in diesem Markt mehr Konkurrenz erhält, hieß es.

Nur dann sei eine Markt beherrschende Stellung von Liberty beim Kabel akzeptabel, erklärte die Wettbewerbsbehörde. Der US-Konzern wolle dagegen an seinem bisherigen Plan festhalten, über das Kabel vor allem mehr Fernsehprogramm einschließlich neuer Bezahl-Kanäle anzubieten.

Bei Liberty wird nach Zeitungsinformationen nun bis zum 10. Dezember mit einer Abmahnung gerechnet. Darin will das Kartellamt seine Absicht mitteilen, das Kabel-Geschäft mit der Telekom zu untersagen. Der US-Konzern hat dann bis zum Ablauf des Verfahrens Anfang 2002 Gelegenheit, neue Argumente und Sachverhalte vorzutragen, um doch eine Erlaubnis zu erhalten. (dpa) (mw)