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Abschied von Stephen Hawking - Trauerfeier in Cambridge

Familie, Freunde und Kollegen haben sich am Samstag zu einer Trauerfeier des verstorbenen Stephen Hawking in der Great St. Mary's Kirche versammelt. Seine Asche wird in der Londoner Westminster Abbey bestattet.

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Stephen Hawking

(Bild: dpa, Philip Toscano)

Fast drei Wochen nach dem Tod von Stephen Hawking haben sich Familie, Freunde und Kollegen am Samstag zu einer Trauerfeier versammelt. Zu den etwa 500 geladenen Gästen gehörten der britische Schauspieler Eddie Redmayne, der Hawking im Film "Die Entdeckung der Unendlichkeit" spielte, Queen-Gitarrist Brian May und das Model Lily Cole. Die Öffentlichkeit war zu der Feier in der Kirche Great St. Mary's im britischen Cambridge nicht zugelassen.

Auf Hawkings Eichensarg lag ein Arrangement aus weißen Lilien, das das Universum darstellen sollte, und eines aus weißen Rosen als Symbol für den Polarstern. Die Glocke schlug beim Eintreffen des Sargs 76 Mal – ein Schlag für jedes Lebensjahr. Hawkings Asche wird am 15. Juni in der Londoner Westminster Abbey bestattet, ganz in der Nähe der Ruhestätte des Universalgelehrten Isaac Newton.

Hawking war am 14. März friedlich in seinem Haus in Cambridge eingeschlafen. Das Genie litt an der unheilbaren Muskel- und Nervenkrankheit Amyotrophe Lateralsklerose (ALS). Seit Jahrzehnten war er fast völlig bewegungsunfähig und saß im Rollstuhl.

Trotz seiner schweren Erkrankung reiste der Astrophysiker um die Welt und absolvierte sogar einen Parabelflug in Schwerelosigkeit. Er entwickelte Theorien zum Ursprung des Universums und zu kosmischen Schwerkraftmonstern, den Schwarzen Löchern. 1979 wurde er Professor für Mathematik in Cambridge. Mehr als 30 Jahre hatte er dort den Lucasischen Lehrstuhl für Mathematik inne - und stand damit in der Nachfolge von Isaac Newton. Hawking war zweimal verheiratet.

In seinen letzten Jahren trat Hawking zunehmend als Mahner auf. Intelligente Roboter, Klimaerwärmung, Atomkrieg und durch Gentechnik hergestellte Viren könnten die Erde gefährden, warnte er. Die Menschheit müsse sich Ausweichmöglichkeiten im All schaffen, falls es zu einer hausgemachten Katastrophe kommen sollte. "Früher oder später müssen wir zu den Sternen schauen", sagte er einmal. (bme)

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