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Abseits der Gesundheitskarte: Microsoft und T-Systems engagieren sich

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Während die elektronische Gesundheitskarte mehr schlecht als recht ausgegeben wird, suchen Firmen nach lukrativen Startpositionen in der medizinischen Telematik. In Frankfurt stellte Microsoft zusammen mit iSOFT eine Portal-Lösung für Krankenhäuser und einweisende Ärzte vor. Wenige Tage zuvor hatte T-Systems seinen Einstieg beim niederländischen Spezialisten Portavita bekannt gegeben.

Das Patientenportal, das Microsoft und iSOFT auf Basis der Spezifikationen der elektronischen Fallakte entwickelt haben, basiert technisch auf dem Office SharePoint-Server, BizTalk und dem SQLServer. Das Fallakten-Modul ist der "iSOFT Collaboration Electronic Case Record". Das Programm sorgt nach Angaben von iSOFT (PDF-Datei) dafür, dass niedergelassene Ärzte datenschutzkonform auf Akten ihrer Patienten und auf in der Klinik erzeugte Bild- und Labordaten zugreifen können. Als erstes Krankenhaus setzt das evangelische Krankenhaus Unna auf diese telematische Form des "Einweisungsmanagements". Die Verquickung von ambulanter und stationärer Behandlung soll den Anstieg der stationären Behandlung auf 5,8 Prozent verringern. Bundesweit wird mit einem Anstieg von 14 Prozent bei den stationären Behandlungen gerechnet.

Auch T-System setzt auf das vernetzte Gesundheitswesen. Die Firma gab bekannt, sich über T-Venture an der niederländischen Portavita zu beteiligen. Die Firma ist auf elektronische Patientenakten für chronisch Kranke spezialisiert, etwa auf Personen mit Blutgerinnungsstörungen, Diabetes oder Asthma. Etwa 125.000 Personen sollen in den Niederlanden das "Disease Management System" von Portavita nutzen. Weitere Kooperationen rund um die medizinische Vernetzung werden zur Medica erwartet, die am kommenden Mittwoch startet.

(pmz)