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Astronomie: Weltweit Namen für Exoplaneten und Sterne zur Abstimmung

Die IAU sucht in aller Welt Namen für Dutzende Exoplaneten und ihre Sterne. In Deutschland darf man nun zwischen Vorschlägen von Kindern und Schülern wählen.

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Menschen aus Deutschland beziehungsweise Schüler einer deutschen Schule im Ausland sind noch bis zum 10. November dazu aufgerufen, einen bislang namenlosen Stern und seinen Exoplaneten zu taufen. Zur Auswahl stehen fünf Vorschläge, die von Schülern und einem Kindergarten stammen und von einer Kommission vorausgewählt wurden. Sie bestehen jeweils aus einem Namen für den roten Riesenstern HD 32518 und einem für den Exoplaneten HD 32518b. Sie sind etwa 400 Lichtjahre von der Erde entfernt und mit einem Fernglas am Nachthimmel in der Nähe des Polarsterns im Sternbild Giraffe zu sehen.

Teilnehmer können sich etwa für Reticulata (Exoplanet) und Peralta (Stern) entscheiden und damit auf die lateinischen Bezeichnungen zweier Giraffenarten Bezug nehmen. Dieser Verweis auf das Sternbild liegt auch den Vorschlägen Neri (Exoplanet) und Mago (Stern) zugrunde, die sich auf einen äthiopischen Nationalpark zum Schutz von Giraffen beziehen. Hinzu kommt das Paar Rosenrot (Exoplanet) und Schneeweißchen (Stern) – das aber international zum Zungenbrecher werden dürfte sowie Pioneer (Exoplanet) und Voyager (Stern), das an die gleichnamigen NASA-Missionen erinnert und dabei vor allem an Voyager 1, die in Richtung des Sternbilds Giraffe unterwegs ist. Mit Gulliver (Exoplanet) und Brobdingnag (Stern) würde der Riesenstern HD 32518 den Namen des Landes der Riesen aus Jonathan Swifts Roman bekommen.

Die Internationale Astronomische Union (IAU) ruft immer mal wieder Kampagnen zur Benennung von Exoplaneten und ihren Sternen ins Leben, auch um auf das wachsende Interesse an den Exowelten zu reagieren. 2015 etwa beteiligten sich mehr als 500.000 Internetnutzer an einer Abstimmung zur Benennung von 14 Sternen und 31 Exoplaneten. In der aktuellen Kampagne anlässlich des 100. Geburtstags der Organisation dürfen Menschen in insgesamt 121 Staaten und Territorien jeweils einen Exoplaneten und seinen Stern benennen. In Österreich werden derzeit noch Vorschläge gesammelt. Schweizer können zwischen zwölf Vorschlägen für den Stern HD 130322 und den Exoplaneten HD 130322 b wählen, darunter etwa Eiger und Mönch, Raclette und Fondue oder Chasperli und Globi.

Exoplaneten (18 Bilder)

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Die bislang erdähnlichsten Exoplaneten – bestätigt und unbestätigt (*) – in einer habitablen Zone.
(Bild: PHL @ UPR Arecibo)

(mho)