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Abwehr von Wahlbeeinflussung: Cyber-Experten der Nato unterstützen EU

Der Nato-Generalsekretär warnt vor gezielten Bedrohungen durch Russland. Experten von Nato und EU haben darüber beraten, wie dagegen vorzugehen ist.

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Nato-Experten haben im Vorfeld der Europawahl mit der Europäischen Union über Maßnahmen gegen mögliche Cyberbedrohungen beraten. "Wir wissen, dass sich Russland durch Falschinformationen und Cyberangriffe gezielt in unsere Demokratien einmischt. Das gilt insbesondere bei Wahlen", sagte Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg der Welt am Sonntag. "Die entsprechende Nato-Expertengruppe hat sich erst vor wenigen Wochen mit den Cyber-Spezialisten der EU getroffen, um über konkrete Maßnahmen zur Abwehr von Cyberbedrohungen und Desinformation im Umfeld der Europawahlen zu beraten."

90 Prozent der EU-Bürger lebten in einem Nato-Mitgliedsland, sagte Stoltenberg. "Die Verteidigungsallianz hat darum ein großes Interesse daran, die Europäische Union dabei zu unterstützen, widerstandsfähiger zu werden gegen Cyberangriffe und gegen Angriffe auf die demokratischen Institutionen."

Konkret bedeute dies, dass Nato und EU in Echtzeit Informationen über Schadsoftware und Cyberangriffe austauschten. Es gebe auch gemeinsame Anstrengungen, um Desinformationskampagnen im Netz abzuwehren, erläuterte Stoltenberg. "Unser Erfolg im Kampf gegen den sogenannten Islamischen Staat (IS) resultierte auch daraus, dass es den Nato-Mitgliedstaaten gelungen ist, die Online-Präsenz dieser Terrororganisation teilweise zu unterbinden. Damit haben wir ihre Fähigkeiten geschwächt, neue Mitglieder zu rekrutieren, Finanztranskationen vorzunehmen und zu kommunizieren."

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Um künftig gezielt auf Cyberangriffe von außerhalb der EU reagieren zu können, hat der Staatenbund die Möglichkeit für restriktive Gegenmaßnahmen geschaffen.

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(tiw)