Menü

Acer: Dollarkurs und Wettbewerb drücken Notebookpreise

vorlesen Drucken Kommentare lesen 47 Beiträge

Die Verkaufszahlen von Notebooks klettern hierzulande deutlich stärker als erwartet. Stefan Engel, Geschäftsführer von Acer Deutschland, taxierte gegenüber dem Handelsblatt das Wachstum im ersten Quartal 2008 auf voraussichtlich 30 Prozent. Im Vorjahreszeitraum wurden von deutschen Konsumenten schätzungsweise rund 1,1 Millionen mobile Rechner gekauft. Damit falle das Plus etwa doppelt so hoch aus wie ursprünglich prognostiziert – und das trotz der sich verschlechternden wirtschaftlichen Rahmenbedingungen.

Der taiwanische Hersteller habe von der gestiegenen Nachfrage überdurchschnittlich profitieren können und weitere Marktanteile hinzugewonnen, betonte Engel. Acer konnte Ende 2007 weltweit erstmals mehr mobile Rechner absetzen als Dell. In Deutschland nimmt der taiwanische Anbieter IDC zufolge sogar die Spitzenstellung im Notebookmarkt ein. Insgesamt liegt Acer hierzulande – ebenso wie weltweit – auf dem dritten Platz.

Der Trend, weg vom Desktop-Rechner hin zum Notebook, hält jedoch unverändert an. Bereits Mitte vergangenen Jahres meldete der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (Bitkom), dass deutsche Verbraucher erstmals mehr mobile als stationäre Rechner kaufen würden. Im Schlussquartal lag der Anteil der Notebooks an den Gesamtverkaufszahlen Gartner zufolge bereits bei 57 Prozent.

Trotz der hohen Nachfrage werde der Konkurrenzkampf der Hersteller zu weiteren Preissenkungen führen, ist Acer-Chef Engel überzeugt. Denn weit über drei Viertel der Wertschöpfungskette bei Notebooks entfallen auf US-Dollar-Bereiche und verschafften den Herstellern angesichts des günstigen Wechselkurses im Vergleich zum Euro Spielraum für weitere Preisnachlässe. Nicht nur im Euro-Raum, sondern europaweit sieht Engel noch erhebliches Wachstumspotenzial für sein Unternehmen – insbesondere in Ländern wie Russland, der Ukraine und Kasachstan, die noch keineswegs vollständig erschlossen seien. Nach der Übernahme von Gateway und Packard Bell konzentriert sich Acer bei seinen Expansionsbemühungen auf eine 3-Marken-Strategie, um unterschiedliche Kunden- und Absatzsegmente noch gezielter mit differenzierten Produkten bedienen zu können, unterstrich Engel. (map)