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Acer verdrängt FSC von der Spitze im deutschen PC-Markt

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Die Verkaufszahlen von PCs und Notebooks sind im zweiten Quartal 2008 laut Gartner gegenüber der Vorjahresperiode um über 22 Prozent auf 2,4 Millionen Geräte gestiegen. Das Wachstum fiel somit noch höher aus als in den ersten drei Monaten des Jahres. Dabei waren erneut Notebooks die treibende Marktkraft: Die Verkaufszahlen der mobilen Rechner kletterten im Quartalsvergleich sogar um 37 Prozent. Mehr als jeder zweite verkaufte Computer war ein Notebook. Allerdings stiegen auch die Absatzzahlen von Desktop-PCs noch um immerhin acht Prozent.

Der langjährige Platzhirsch Fujitsu Siemens Computers (FSC) musste deutliche Einbußen hinnehmen. Als einziger Hersteller unter den Top 5 verzeichnete FSC (Marktanteil 11,4 Prozent) einen Absatzrückgang um fast acht Prozent und verlor seine Spitzenstellung an Acer (Marktanteil 12,2 Prozent). Der taiwanische Anbieter konnte über 45 Prozent zulegen und profitierte dabei nach Einschätzung von Gartner-Analystin Meike Eschrich sowohl von der Übernahme Packard Bells als auch von der Tatsache, dass Acer als einer der wenigen Hersteller schon in diesem Quartal Mini-Notebooks liefern konnte.

Hewlett-Packard liegt mit einem Marktanteil von 11,4 Prozent nun gleichauf mit FSC. HP schaffte eine Absatzsteigerung von über 13 Prozent, nachdem es dem Hersteller gelang, überschüssige Ware zu aggressiven Preisen erfolgreich über den Einzelhandel zu verkaufen, wie Escherich resümiert. Medion konnte fast 25 Prozent wachsen und nimmt mit 7,4 Prozent Marktanteil Platz 5 in Deutschland ein. Vor allem zwei große Aktionen bei Aldi – ein AMD-Desktop sowie das Netbook akoya mini – brachten Medion im zweiten Quartal voran.

Nach gut 19 Prozent Wachstum liegt Dell mit 11,2 Prozent Marktanteil knapp hinter HP auf Rang 4. Der US-Hersteller schaffte bei Notebooks ein Plus von 40 Prozent – punktet nach Einschätzung der Gartner-Analysten hierzulande aber immer noch primär bei Geschäftskunden. Private Verbraucher erreicht Dell in Deutschland nur eingeschränkt, daran konnten auch farbige Notebooks und Mini-PCs bisher nichts ändern. Außerdem fehlt dem Hersteller hierzulande noch immer eine Vertriebspartnerschaft mit einem bedeutenden Einzelhandelskonzern – wie beispielsweise der Media-Saturn-Gruppe. (map)