Acrobat 9 integriert Flash-Videos und Navigationsdaten

Adobe bringt eine neue Version seiner PDF-Software und startet den Online-Service Acrobat.com zur Erstellung und Speicherung von Dokumenten.

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Adobe hat die Version 9 seiner PDF-Software Acrobat vorgestellt. Die PDF-Portfolio-Dateien der neuen Dokumentensoftware können aus verschiedensten Datenquellen zusammengestellt werden. Acrobat 9 unterstützt Videos und animierte Mini-Applikationen in Adobes Flash-Format. Dazu kommt ein neuer, integrierter 3D-Reviewer mit erweiterten Funktionen, der Vektor- oder Rasterdateien aus mehreren CAD-Programmen zu einer gemeinsamen Ansicht zusammenfasst. Über den Online-Dienst Acrobat.com lassen sich PDF-Dokumente gemeinsam bearbeiten, unter anderem soll sich die Bildschirmansicht sämtlicher Teilnehmer synchronisieren lassen.

Außer E-Mails, Bildern und Zeichnungen, Tabellen, sowie Audio/Video-Dateien und 3D-Darstellungen können nun auch Landkarten in ein Dokument integriert werden. Diese lassen sich durchsuchen und vermessen; auch Navigationsdaten können abgegriffen werden. Auch an der Temposchraube hat Adobe gedreht: Acrobat 9 soll nach Programmaufruf zwei bis drei Mal schneller starten als der Vorgänger. Das Programm erscheint ab 30. Juni in den Versionen Standard (415 Euro), Pro (665 Euro) und Pro Extended (975 Euro), ehemals Acrobat 3D. Die Extended-Fassung schließt das Präsentationsprogramm Presenter ein, mit dem sich PowerPoint- in PDF-Präsentationen umwandeln lassen. Auch die CAD-Funktionen sowie die Flash-Konvertierung von Videos sind der Extended-Version vorbehalten. Einen detaillierten Funktionsvergleich kann man auf Adobes Web-Seite abrufen.

Der Adobe Reader, derzeit noch in Version 8.1.2, wird wie stets kostenlos als Download zu haben sei. Ebenfalls gratis ist der Web-Service Acrobat.com, eine Erweiterung des bisherigen Dokumentendienstes Adobe Connect, mit dem die Firma aus San Jose auf Windows Live, Google Documents und andere Online-Dokumentendienste antwortet. Er umfasst Buzzword, eine Web-gestützte Textverarbeitung mit Multi-User-Fähigkeit und Connect Now, ein Web-Konferenzsystem für Video- und Dokumentenkonferenzen. Dazu kommen der Online-Speicherdienst My Files sowie ein Online-PDF- Konverter.

Buzzword stammt aus der Akquisition der Firma Virtual Ubiqity, soll in allen führenden Browsern laufen, verlangt dabei allerdings den Flash Player 9. Es importiert und exportiert PDF-, Word-, txt- und rtf-Formate sowie JPG- und GIF-Bilder und kann zusätzlich HMTL-Dateien ausgeben. Connect Now war zuvor unter dem Namen Brio bekannt und unterstützt bis zu 3 simultane Teilnehmer. Acrobat.com läuft ab dem heutigen Montag in einem weltweiten Betatest. Zum Gratisumfang gehören 5 GByte Speicherplatz und die Erzeugung von bis zu fünf PDF-Dokumenten. (Erich Bonnert) / (jk)