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Activision Blizzard schneidet besser als erwartet ab

Der kalifornische Computerspiele-Publisher Activision Blizzard ist im vergangenen Quartal in die schwarzen Zahlen zurückgekehrt. Nach einem Verlust von 233 Millionen US-Dollar im vierten Quartal des Vorjahres schrieb das Unternehmen laut Mitteilung nun ein Plus von 99 Millionen US-Dollar. Der Umsatz ging zwar von 1,427 Milliarden leicht auf 1,407 Milliarden US-Dollar zurück, er blieb damit aber weit über den eigenen Erwartungen.

Szenenbild aus Call of Duty: Modern Warfare 3

(Bild:  Activision Blizzard )

Das von Activision Blizzard betriebene Multiplayer-Onlinespiel World of Warcraft zählte zum Ende des vorigen Jahres 10,2 Millionen Abonnenten. Zur Vorlage der Bilanz vor einem Jahr wies der Spiele-Entwickler hier noch 12 Millionen Teilnehmer aus. Hier wirkt sich offenbar die Konkurrenz vor allem von Titeln wie Star Wars: The Old Republic aus. World of Warcraft sei aber weiterhin das am meisten gespielte Massively Multiplayer Online Role-Playing Game (MMORPG), sagte Activision-Blizzard-Chef Bobby Kotick. Dazu habe sein Unternehmen mit Call of Duty: Modern Warfare 3 das nach Umsatz bestverkaufte Spiel im Angebot. Allein in den fünf Tagen nach dem Verkaufsstart im November 2011 seien mit dem Titel mehr als 775 Millionen US-Dollar umgesetzt worden.

Im gesamten vergangenen Jahr setzte Activision Blizzard 4,75 Milliarden US-Dollar um und damit rund 300 Millionen mehr als im Jahr 2010. Davon stammen 1,6 Milliarden US-Dollar aus digitalen Kanälen. Der Nettogewinn stieg von 418 Millionen auf 1,08 Milliarden US-Dollar an. Für das laufende Quartal erwartet das Unternehmen einen Umsatz von 965 Millionen US-Dollar, für das gesamte Geschäftsjahr 4,15 Milliarden US-Dollar. Dabei geht Activision Blizzard unter anderem von möglichen negativen Wechselkurseffekten aus. Zum Umsatz beitragen soll die Sammlung Call of Duty: Modern Warfare 3 Content Collection, die bisher nur für "Premium-Mitglieder" erhätlich war und ab März für die Microsoft-Konsole Xbox 360 herauskommen soll. Außerdem sollen im laufenden Jahr zwei nicht näher bezeichnete Titel von Blizzard Entertainment erscheinen. (anw)

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