Adblock Plus: Auch Microsoft zahlt für Platz auf der Whitelist

Google und Amazon zahlten bereits an die Betreiber des Plugins Adblock Plus, um von der Werbeblockade ausgenommen zu werden. Offenbar hat Microsoft nun nachgezogen. Außerdem gibt es neue Hinweise darauf, um wie viel Geld es geht.

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(Bild: heise online/vbr)

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Um von der Werbeblockade des Browser-Plugins Adblock Plus ausgenommen zu werden, haben Google, Amazon, Microsoft und die Werbeagentur Taboola an die Betreiber Eyeo Geld bezahlt. Das berichtet die Financial Times unter Berufung auf vertrauliche Dokumente, deren Existenz der Zeitung gegenüber bestätigt worden sei. Dass Google und Amazon Geld zahlen, um von der Werbeblockade ausgenommen zu werden, hatte vor einem Jahr bereits der Blogger Sascha Pallenberg berichtet. Er sprach von 25 Millionen US-Dollar allein von Google, hatte aber Widerspruch von Eyeo geerntet.

Um wie viel Geld es bei der bezahlten Ausnahme von der Werbeblockade geht, ist deswegen nicht bekannt. Die Financial Times zitiert jedoch ein Medienunternehmen, das nicht genannt werden wolle, mit der Aussage, dass Eyeo 30 Prozent jener Einnahmen verlange, die sich das zahlende Unternehmen von der Ausnahme erhoffe. Im Gegenzug für diese Bezahlung werden die Anzeigen dann nicht durch Adblock Plus blockiert. Derartige Werbeanzeigen müssten aber trotzdem bestimmte Kriterien erfüllen, also etwa als Werbung erkennbar sein und den Inhalt der Seite nicht stören.

Mit seinem Whitelist-Programm der Acceptable Ads hatte Eyeo und Adblock Plus jede Menge Kritik auf sich gezogen. So hat das Unternehmen offenbar Schleichwerbung in eigener Sache betrieben. Schließlich waren Werbevermarkter und Medienunternehmen gegen Eyeo vor Gericht gezogen, stießen dort aber auf eine offenbar skeptische Richterin. Eine Entscheidung in dieser Auseinandersetzung ist für März vorgesehen. (mho)